6.08.2008
AbI und Bundesinnenministerium erarbeiten Rahmenintegrationsvereinbarung
Bei der Integration behinderter Menschen geht das Bundesministerium des Innern (BMI) mit gutem Beispiel voran. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) überarbeitet das Ministerium zurzeit seine Rahmenintegrationsvereinbarung zur Eingliederung behinderter Menschen. Erstmals soll die barrierefreie Informationstechnik am Arbeitsplatz in dieser Vereinbarung verbindlich aufgenommen werden.
Am 22. Juli trafen sich Vertreter des Aktionsbündnisses mit Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus und Andreas Huckschlag, Hauptvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen im BMI, um Einzelheiten der Vereinbarung zu erörtern. Beus ist zugleich Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik. "Wir wollen verpflichtende Kriterien verankern, die Eingang in die IT-Steuerung des Bundes finden können." erklärte Beus.
"Eine entsprechende Rahmenvereinbarung könnte Pilotcharakter für eine Arbeitsplatzgestaltung in Verwaltungen haben", hofft Prof. Dr. Christian Bühler, Leiter des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik.
Die barrierefreie Gestaltung des Arbeitsumfeldes betrifft in erster Linie die IT-Infrastruktur, also das firmen- oder behördeninterne Intranet, die PCs und andere Informationstechnik, Softwareanwendungen und Betriebssysteme, Telekommunikationsanlagen. Grundsätzlich soll nur solche Informationstechnik angeschafft werden, die in Anlehnung an §4 Behindertengleichstellungsgesetz barrierefrei sind und den Anforderungen und Bedingungen der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik entsprechen. Ergänzende Standards sollen zusätzlich gemeinsam entwickelt werden.