Eintrag am: 20.12.2005
(Brüssel/ Wetter) In Folge ihrer Empfehlung zur "Adoption of WAI Guidelines" forciert die EU nun eine europäische Standardisierung von Prüfverfahren über CEN. Hierzu wird nun ein Rahmendokument zur Beteiligung der Öffentlichkeit vorgelegt. AbI lädt alle Interessierten herzlich und dringend ein, sich an dieser Kommentierung aktiv zu beteiligen.
Die Empfehlung der Europäischen Kommission zur Übernahme der WAI-Richtlinien führte zu sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen in den europäischen Mitgliedstaaten. Im Ergebnis gibt es heute unterschiedliche gesetzliche Regelungen für die Zugänglichkeit von Internetseiten für den öffentlichen Sektor in den Mitgliedstaaten, auch wenn sich diese Gesetze mehr oder weniger stark an den Richtlinien der Web Accessibility Initiative (WAI) orientieren wie in Deutschland die Barrierefreie Informationstechnik-Verordung (BITV).
Lesen Sie hierzu auch den vollständigen Kommentar.
Eintrag am 15.12.2005
Am Montag, den 19. Dezember, wird beim Radio 4 Handicaps ein Beitrag über Barrierefreiheit gesendet. Anna Courtpozanis, Mitarbeiterin beim AbI-Mitglied WEB for ALL berichtet in einem Interview über Barrieren im Internet und die AbI-Umfrage zum Umsetzungsstand der BITV. Der Beitrag kommt in der Überraschungsbox mit Alex zwischen 20 und 22 Uhr. Die Sendung können Sie im Internetradio auf der Website von Radio 4 Handicaps hören.
Eintrag am 12.12.2005
Die BIENEN sind gelandet. Insgesamt 16 Internet- Angebote haben der AbI- Partner Stiftung Digitale Chancen und Aktion Mensch im Finale des Wettbewerbs für barrierefreies Internet ausgezeichnet.
Goldene BIENEN gingen an den Landtag Nordrhein-Westfalen, das Landesportal Baden-Württemberg, das Regionale Rechenzentrum Erlangen in Bayern und das Theologische Seminar der Fachhochschule Elstal in Brandenburg. Das heisst unter den Preisträgern sind zwei große Anbieter aus dem öffentlichen Bereich und zwei aus dem Bildungsbereich. Andere öffentliche Anbieter auf Landes- und Bundesebene sowie aus dem Ausbildungsbereich können sich an diesen Angeboten zukünftig orientieren.
Einziger Preisträger aus dem Bereich der Bundesbehörden ist die Webseite der Deutschen Bundesbank. Sie bekam eine BIENE in Silber. Sieben Teilnehmer gewannen eine BIENE in Bronze. Unter den Gewinnern einer bronzenen BIENE ist die logiway GmbH in der Kategorie "E-Business", ein Online-Shop mit umfassendem Sortiment an Softwarepaketen sowie Hardware- und Peripherieprodukten, die für behinderte Menschen berufsrelevant sein können. Der Auszeichnung vorausgegangen waren ein umfangreiches Testverfahren und die Entscheidung einer prominent besetzten Jury aus Medienmachern und Multiplikatoren.
Weitere Informationen sind im Webangebot zum BIENE-Award zu finden.
Eintrag am 07.12.2005
Aktionsbündnis AbI prüft aktuellen Stand der Websites des Bundes - Stichtag 31. Dezember
Bis zum 31. Dezember 2005 muss der Bund sämtliche Internet-Auftritte gemäß der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) gestaltet haben. So steht es im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Demnach müssen alle Seiten ohne Probleme von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsformen besucht und Serviceangebote, wie etwa Formular-Downloads, genutzt werden können.
Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) startet daher eine Online-Umfrage für die betroffenen Personen, die auf diese Weise unkompliziert und schnell ihre Verbesserungsvorschläge oder Kritikpunkte an die zuständigen Stellen richten können. In einem Fragebogen, den AbI online vorbereitet hat, können Menschen mit Handicap ihre individuellen Schwierigkeiten auf bestimmten Websites benennen.
Die Bundesverwaltung erhält gleichzeitig ein Feedback darüber, wo noch Schwachstellen sind, bei denen dringend nachgebessert werden muss. Die Ergebnisse der Umfrage werden außerdem Anfang 2006 auf dem Informationsportal des Aktionsbündnisses "wob11.de" veröffentlicht."
Eintrag am 29.11.2005
Auf der Ende November erscheinenden CD-ROM sind über 80.000 Informationen zu Behinderung, Integration und beruflicher Teilhabe veröffentlicht. REHADAT ist ein Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation. Neben den Aktualisierungen der Hilfsmittel, Praxisbeispiele, Literatur, Forschung, Recht, Adressen, Werkstätten und Seminare ist beispielsweise auch die Suchmöglichkeiten im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung verbessert worden.
Das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung bietet REHADAT in Verbindung mit der Hilfsmitteldatenbank (23.000 Produkte) an. Die im Hilfsmittelverzeichnis enthaltenen Produkte mit dazugehörigen Definitionen, Indikationen und Festbetragsregelungen entsprechen dem Stand des Bundesanzeigers Herbst 2005.
Ausgebaut wurde auch das Informationsangebot zum betrieblichen Eingliederungsmanagement. Ebenfalls aktualisiert wurden alle 562 Gemeinsamen Servicestellen der Rehaträger in der Datenbank Adressen.
REHADAT kann entweder auf CD-ROM, die alle sechs Monate erscheint, genutzt werden oder im Internet unter www.rehadat.de.
Eintag am 18.11.2005
LOB - Land ohne Barrieren ist ein Projekt zur Förderung von barrierefreiem Internet im ländlichen Raum. Die Website des neuen Projekts des AbI-Mitglieds WEB for ALL "LOB - Land OHNE Barrieren" ist online.
WEB for ALL, das Heidelberger Projekt zur Barrierefreiheit im Internet, setzt sich seit Juli 2005 mit LOB besonders für Barrierefreiheit im ländlichen Raum ein. Ziel ist, Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen eine uneingeschränkte Nutzung des Internets zu ermöglichen.
LOB konzentriert sich auf den ländlichen Raum von Baden-Württemberg. Das Projekt wird vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum im Rahmen der IT- und Medienoffensive doIT Baden-Württemberg gefördert. Ein Schwerpunkt ist, dass Internet-Lotsen Menschen mit Unterstützungsbedarf zu Hause den Umgang mit Internet und E-Mail zeigen. Gleichzeitig startet LOB eine Bildungsoffensive auf dem Land: In Schulungen wird Seitenanbietern und Internetagenturen das Wissen vermittelt, Webseiten barrierefrei zu gestalten.
Erste Schulungsangebote und weitere Informationen - auch zum Thema Barrierefreiheit im Internet - finden Sie unter www.land-ohne-barrieren.de.
Eintrag am 15.11.2005
Der Arbeitskreis hat Präsentationen bzw. Erstellungsprogramme für Präsentationen hinsichtlich Barrierefreiheit verglichen und auf dem Informationsportal wob11 in einem Dokument zusammengefasst. Außerdem empfiehlt der Arbeitskreis die ebenfalls auf dem Informationsportal wob11 veröffentlichten Mindestanforderungen für Schulungen zur Barrierefreiheit im Internet.
Als Ergänzung zu dem bereits vor einiger Zeit eingerichteten Portal zur Veröffentlichung von Schulungen hat der Arbeitskreis jetzt mit Hilfe der AbI-Unterstützer eine Mindestemmpfehlung veröffentlicht. Anbieter, die Schulungen über das Informationsportal wob11 ankündigen verpflichten sich diese Mindestanforderungen einzuhalten.
Eine zweite Veröffentlichung, bei der ebenfalls AbI-Unterstützer mitgewirkt haben, vergleicht die Möglichkeiten unterschiedlicher Werkzeuge zur Erstellung von Präsentationen in Beug auf Barrierefreiheit. Das Dokument wird aufgrund von inzwischen neu erschienen Programmversionen zur Erstellung von Präsentationen zur Zeit überarbeitet. Die erste Version der Empfehlung ist bereits online unter "wob11 - Seminare - Dokumente".
Eintrag am 26.10.2005
Ende September hat der 15. Kongress des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL) in Berlin stattgefunden. Vertreter des Aktionsbündnisses waren zum "Runden Tisch zur Barrierefreiheit im Internet für Legastheniker" eingeladen.
Viele Menschen können nicht oder nur schlecht lesen. Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie, Dyslexie), funktioneller Analphabetismus, aber auch Seheinschränkungen oder Lernbehinderungen können Ursachen dafür sein. Daher enthält das Internet als Medium mit großen Textmengen für diese Nicht-Leser große Barrieren.
Lesen Sie die ausführlichen Informationen zum Thema "Barrierefreiheit im Internet für Legastheniker" auf dem Informationsportal wob11 des Aktionsbündnisses.
Eintrag am 14.10.2005
Verbände schließen erste freiwillige Zielvereinbarung mit Pharmaunternehmen Pfizer ab.
Heute hat das Pharmaunternehmen Pfizer als erster Wirtschaftskonzern in Deutschland auf der RehaCare 2005 in Düsseldorf eine Zielvereinbarung für ein barrierefreies Internet unterzeichnet. Damit verpflichtet sich das Unternehmen, in Zukunft seine Websites nach den Standards der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) zu gestalten.
Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. "Mit dem Abschluss haben die BAG Selbsthilfe, der Sozialverband VdK Deutschland, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband sowie die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen und Schwerhörigen gemeinsam mit dem internationalen Arzneimittelhersteller Pfizer neue Maßstäbe gesetzt", sagte Professor Christian Bühler, Leiter des Aktionsbündnisses, heute in Düsseldorf. "Pfizer geht mit gutem Beispiel voran. Hoffen wir, dass dieser Schritt Schule machen wird und noch weitere Unternehmen entsprechende Zielvereinbarungen abschließen werden."
Im "World Wide Web" gäbe es noch etliche Zugangsbarrieren für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Nur scheinbar seien die Möglichkeiten des Internets unbegrenzt. Zu kleine Schriften oder eine schlecht strukturierte Navigation seien gängigen Barrieren für sehbehinderte und motorisch eingeschränkte Menschen. "Die rund acht Millionen Menschen mit Handicap in Deutschland sind auch potenziell acht Millionen Kunden, die von den meisten Angeboten bisher noch ausgeschlossen sind", gab Bühler zu Bedenken. Dabei sei ein universelles Design nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern grundsätzlich für alle Internetnutzer von großem Vorteil.
Barrierefreie Web-Präsenzen erleichtern laut Bühler auch das Abrufen von Internet-Seiten über Handy, PDA und andere mobile Internetzugänge.
Mit der Zielvereinbarung hat sich Pfizer freiwillig verpflichtet, sein Internet-Angebot technisch so zu gestalten, dass es von Menschen mit Behinderungen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden kann. Während der Laufzeit wird Pfizer von AbI und den beteiligten Verbänden behinderter Menschen beraten. Im ersten Halbjahr 2006 sollen ein Teil der Websites und bis Anfang 2007 das komplette Internetangebot barrierefrei nutzbar sein.
Eintrag am 05.10.2005
AbI ruft ihre Partner und Unterstützer sowie alle Verbände, private und öffentliche Institutionen und Unternehmen auf, mit kurzen Texten als Bestandteil der so genannten E-Mail-Signatur für ein Web ohne Barrieren zu werben - kostenlos und ohne zeitlichen Aufwand!
Beteiligen auch Sie sich an der AbI-Aktion für ein barrierefreies Web!
Jede verschickte E-Mail macht quasi "nebenbei" und automatisch den Adressaten auf die Vorteile eines barrierefreien Internets aufmerksam. Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit des Aktionsbündnisses hat hierzu 3 Textvorschläge entworfen, mit denen jeder der die Aktion unterstützen möchte, die eigene Mail-Signatur ergänzen darf:
Sie wollen die Aktion aktiv unterstützen? Lesen Sie hierzu weitere Informationen zur AbI-E-Mail-Aktion.