Eintrag am: 12.12.2003 14:15:23 von Christian Bühler
Am 11.12.2003 hat der Landtag NRW mit den Stimmen der Regierungskoalition das Landesgleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderungen NRW verabschiedet. Das Gesetz ähnelt an vielen Stellen dem Bundesgleichstellungsgesetz, wobei die Umsetzung des BGG-NRW auf die Landesebene und auch Kommunalebene in NRW abzielt. In § 10 wird die barrierefreie Informationstechnik behandelt. Ein Erlass mit genauen Vorschriften zur barrierefreien Informationstechnik soll bis Juli 2004 folgen.
Eintrag am: 05.12.2003 09:40:12 von Olaf Alester
Auf der jährlichen Leitveranstaltung der IT und Medienoffensive des Landes Baden-Württemberg, dem do IT Kongress, wurde am 24. August in Karlsruhe intensiv die Lösungen für ein barrierefreies Internet diskutiert. WEB for ALL -Mitarbeiter Stefan Berninger stellte dabei in einem Vortrag die Lösungen für barrierefreie kommunale Seiten dar.
In einer regen Diskussion in dem Panel " Public Sector: Usability verbessern - Praxistipps für kommunale Internetauftritte" stand die Frage, ob es Sinn macht, eine zweite, barrierefreie Version einer Website in das Internet zu stellen.
In den Beiträgen wurden zahlreiche Argumente dagegen genannt. Vor allem wurde ersichtlich, dass hierbei zusätzlicher Mehraufwand entsteht, der in der Regel dazu führt. dass das Angebot nur einem kleinen Kreis hilft, die Informationen ohne Barrieren aufzunehmen. Die grosse Mehrheit der Nutzer aber würde weiterhin mit Barrieren auf der Hauptseite leben müssen. Deshalb gehen auch der Gesetzgeber und die veröffentlichen Richtlinien davon aus, dass die Standardseite als ein Angebot für alle Nutzer barrierefrei gestaltet werden.
Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik präsentierte sich auf einem Stand an dem die über 500 Besucher der Veranstaltung sich über dessen Aktivitäten informieren konnten.
Eintrag am: 04.12.2003 10:32:34 von Birgit Scheer
Am 3. Dezember, dem Tag der Menschen mit Behinderung, sind in Berlin die Gewinner des BIENE - Award im Rahmen einer festlichen Preisverleihung, moderiert von VIVA-Moderatorin Milka, ausgezeichnet worden. In insgesamt 5 Kategorien sind 170 Websites eingereicht worden, die sich um Barrierefreiheit bemühen. Alle eingereichten Websites sind in den letzten Monaten ausführlich von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen geprüft worden.
Gewinner der einzigen goldenen BIENE , die vergeben worden ist, ist der neu gestaltete Internetauftritt der Polizei Nordrhein Westfalen in der Kategorie E-Government . Unterstützt bei der Gestaltung des Angebots wurde die Polizei NRW hierbei von Dr. Michael Charlier, der sich selbst als Webwriter bezeichnet und aktiv das Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) unterstützt.
Der Internetauftritt www.polizei-nrw.de hat sowohl die prominente Jury , als auch den fachlichen Beirat des Awards durch seine übersichtliche Struktur und gute Bedienbarkeit überzeugt. Die Seite ist für Menschen mit Sehbehinderungen gut lesbar und bietet die wichtigsten Informationen für gehörlose Menschen auch über Gebärdensprachvideos an. Die Website beweist, dass barrierefreies Webdesign nicht auf ein ansprechendes Layout, Videos oder Graphiken verzichten muss.
Weitere Informationen zu den Gewinnern in den anderen Kategorien sind unter www.biene-award.de zu finden.
Eintrag am: 02.12.2003 10:12:14 von Olaf Alester
Die Stadt Karlsruhe hat sich selbst verpflichtet, ihre Internetseiten barrierefrei gem. den Anforderungen der BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung zum Behindertengleichstellungsgesetz) zu gestalten. Für neue Seiten gelten die Richtlinien zur barrierefreien Zugänglichkeit ab 01.07.03, bestehende Seiten müssen bis 31.12.05 umgestellt sein.
Grundlegender Standard sind die Zugangsrichtlinien für Webinhalte, Version 1.0 der Web Content Accessibility Guidelines der W3C - Web Accessibility Initiative ( WAI ) von Mai 1999 ( WCAG ). Markup-Sprachen (insbesondere HTML ) und Stylesheets sind entsprechend ihrer Spezifikationen und formalen Definitionen zu verwenden. Mittels Markup-Sprachen geschaffene Dokumente sind so zu erstellen und zu deklarieren, das sie gegen veröffentlichte formale Grammatiken validieren.
Eintrag am: 28.11.2003 09:35:34 von Stefan Berninger
Der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele MdL , vergab der Gemeinde Straubenhardt ( www.straubenhardt.de ) am 18. November in Stuttgart die Auszeichnung "InternetDorf 2003". Bei dem bundesweit einzigartigen Wettbewerb wurden die Internetauftritte von Gemeinden mit bis zu 15.000 Einwohnern prämiert. Die gute Bewertung der Barrierefreiheit war für die Jury ein wesentliches Kriterium bei der Entscheidung für den Gesamtsieger. Die Barrierefreiheit wurde von WEB for ALL , Mitglied im Aktionsbündnis für barrieriefreie Informationstechnik, bewertet.
Getestet wurden die 47 Internetangebote, bei denen die Bewerber angegeben hatten, dass sie auf Barrierefreiheit geachtet haben. Keine Website kann als barrierefrei bezeichnet werden. Bei etwa 10 Internetangeboten sind aber deutliche Bemühungen der Gemeinden erkennbar. Frau Courtpozanis wies in Ihrer Würdigung des Internetauftritts von Mönsheim ( www.moensheim.de ), der für die beste Barrierefreiheit ausgezeichnet wurde, darauf hin, dass WEB for ALL die Gemeinden bei der barrierefreien Gestaltung unterstützen will. Ausgezeichnet wurden neben dem Gesamtsieger Straubenhardt folgende Gemeinden: Abtsgemünd für das umfangreichste Serviceangebot ( www.abtsgemuend.de ), Dornstetten für das gute Screendesign ( www.dornstetten.de ), Remshalden für die hervorragende Community ( www.remshalden.de ) und Mönsheim für das barrierefreiste Angebot ( www.moensheim.de ).
Informationen zum InternetDorf-Wettbewerb: www.internetdorf.de
Eintrag am: 21.11.2003 13:30:13 von Olaf Alester
Der Nachwuchswettbewerb Multimedia Transfer (MMT) eröffnet jungen IT -Talenten aus Hochschulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre neuesten Arbeiten (Abschluss-, Studien- und Diplomarbeiten, Dissertationen etc.) nach Bewertung durch eine renommierte Jury auf der Learntec 2004 einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Insgesamt neun sehr unterschiedliche Arbeiten sind zur "Barrierefreiheit" eingereicht worden: u.a. ein Spiel für sehbehinderte und blinde Kinder, ein Lexikon für Gebärdensprache, Tools für die Gestaltung von barrierefreien Webseiten sowie eine Hilfestellung für die Beseitigung von ergonomischen Problemstellungen.
Über die eingereichten Arbeiten kann man sich am Gemeinschaftsstand des Multimedia Transfer auf der Learntec (10.-13.02.2004) informieren. Darüber hinaus wird es am 11. Februar ein Expertenforum auf der Messe geben, das sich speziell mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen wird.
Zur Zeit bewerten die 55 Jurymitglieder die 121 eingegangenen Arbeiten in der ersten Runde. Diese wird bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. Mitte Dezember stehen dann die Talente fest, die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Schirmherr des MMT ) und das Rechenzentrum der Universität Karlsruhe (TH) auf die Learntec einladen werden.
Weitere Informationen zum Multimedia Transfer 2004 finden Sie unter www.mmt.uni-karlsruhe.de .
Eintrag am: 17.11.2003 14:27:23 von Franz-Josef Hanke
Eine "barrierefreie Politik" zur Integration aller Menschen in alle Lebensbereiche fordert der Arbeitskreis Barrierefreies Internet (AKBI). Seinen fünften Geburtstag hat hat der Marburger Verein am Samstag (15. November) gefeiert. Ein offizieller Geburtstagsempfang soll am Mittwoch (3. Dezember) in Marburg stattfinden.
Zum Welttag der Behinderten am 3. Dezember 1998 hatte der AKBI erstmals seinen "Gordischen Webknoten" vergeben. Dieser Preis für Barrierefreies Webdesign war Auslöser für die Gründung des AKBI . Unter dem Dach des Vereins "Behinderte in Gesellschaft und Beruf" ( BiGuB ) haben der Student Jens Bertrams, der Journalist Franz-Josef Hanke, der Physiker Dr. Eckart Fuchs und weitere Mitstreiter diesen Arbeitskreis am 15. November 1998 gegründet.
Ziel war der uneingeschränkte Zugang zu den Informationen im Internet. Eröffnete es Blinden zunächst ungeahnte Informationsmöglichkeiten, so bauten sich nach und nach immer mehr technische Hürden auf, die Blinde wieder auszugrenzen drohten. Als Deutschlands erste Organisation für Barrierefreies Webdesign startete der AKBI eine Aufklärungskampagne.
Am 23. Februar 2002 hat sich der AKBI dann als eigenständiger Verein konstituiert. Im Dezember 2002 ist er dem neugegründeten Aktionsbündnis Barrierefreie Informationstechnik (AbI) beigetreten.
Als größten Erfolg seiner Arbeit bezeichnet AKBI -Vorsitzender Jens Bertrams die Verankerung des Begriffs "Barrierefreies Internet" in der deutschen Szene. "Wir haben den Begriff Barrierefreiheit aus dem Bauwesen ins Internet übertragen" , berichtet er. "Mittlerweile findet dieselbe Entwicklung auch in anderen Bereichen des Behindertenwesens statt."
Das "Barrierefreie Internet" hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einer vieldiskutierten Forderung entwickelt. "Wir waren in Deutschland Vorreiter dieser Diskussion" , stellt Bertrams fest. Der blinde Internet-Experte ist stolz darauf, dass in Deutschland mittlerweile ein Klima existiert in dem die Bundesregierung im Sommer 2002 die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) erlassen hat.
"Deutschland ist auf diesem Gebiet heute ganz vorne mit dabei" erklärt Bertrams. "Das hätten wir vor fünf Jahren noch nicht zu hoffen gewagt."
Getrübt wird die Geburtstagsstimmung durch Angriffe auf das einkommensunabhängige Blindengeld gleich in mehreren Bundesländern. In Hessen sollen die Blinden auf 30 Prozent ihres Nachteilsausgleichs verzichten. Dagegen wehrt sich auch der AKBI : "Blinde brauchen beim Surfen mit Braillezeile oder Sprachsynthesizer einfach länger, selbst wenn die Seiten barrierefrei gestaltet sind" , erklärt Bertrams. "Auch die Hilfsmittel sind erheblich teurer. Das Gleiche gilt natürlich auch für den gesamten Alltag."
Bertrams hofft jedoch, dass die Bundesländer dem Beispiel Bremens folgen werden. Die dortige Koalition aus CDU und SPD hatte ihre Kürzungspläne am Montag (10. November) wieder aufgegeben. Auch in den anderen Bundesländern hofft Bertrams noch auf ein Einsehen: "Das wäre für uns das schönste Geburtstagsgeschenk!"
Eintrag am: 31.10.2003 12:02:47 von Olaf Alester
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung ( BMGS ) stellt Gesetztestexte jetzt auch in englischer Sprache zur Verfügung.
Auf der Internetseite "Information for disabled persons" sind die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung ( BITV ), Grundlagentexte zum Thema "Rehabilitation behinderter Menschen", die Kommunikationshilfenverordnung ( KHV ) und die Verordnung über barrierefreie Dokumente in der Bundesverwaltung ( VBD ) in englischer Sprache bereitgestellt worden.
Eintrag am: 29.10.2003 17:20:27 von Olaf Alester
Die Behörde für Soziales und Familie (BSF) hat einen Referentenentwurf des Hamburgischen Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen (HmbGGbM) erarbeitet. Gemeinsam mit dem Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen wird die BSF diesen Entwurf den Verbänden und Organisationen behinderter Menschen vorstellen und mit ihnen diskutieren. Ziel ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Anregungen, Veränderungs- und Verbesserungswünsche einbringen.
Aus diesem Grund wurde das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik zu der Tagung am 04. November "Barrierefreies Internet - Jetzt umsetzen" eingeladen. Prof. Dr.-Ing. Christian Bühler vom Forschungsistitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB) und Karsten Warnke vom Projekt "barrierefrei informieren und kommunizieren (BIK)" , Partner im AbI-Projekt, werden als Referenten an der Tagung teilnehmen und Hilfen zur Umsetzung der Barrierefreien Informationstechnik Verordnung ( BITV ) vorstellen.
Eintrag am: 28.10.2003 09:32:48 von Christian Bühler
Im Rahmen des diesjährigen Reha-Forums in Düsseldorf diskutierten Vertreter des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik mit städtischen Internetmachern und dem Publikum. Obwohl alle grundsätzlich für Barrierefreiheit plädieren, bleiben doch im Detail einige Meinungsverschiedenheiten. Insbesondere wird von öffentlichen Web-Machern immer wieder die Idee der "Extraseite" für Behinderte propagiert. Diese ist jedoch als Alternative zum eigentlichen Internetangebot eindeutig nicht barrierefrei im Sinne der Bundesverordnung BITV . Einig war man sich dagegen darin, dass eine Internetseite ihren eigentlichen Zweck gut erfüllen soll, natürlich und gerade auch bei barrierefreier Umsetzung. Auch aus dem Publikum kamen hierzu gute Hinweise. Man ging auseinander mit dem Hilfsangebot von AbI an die Ersteller und dem Hinweis, sich doch die guten Beispiele auf den verschiedenen Informationsseiten genau anzusehen.
Anmerkung: In vielen Bundesländern werden in Kürze auch die virtuellen Rathäuser durch Landesgesetze zur barrierefreien Gestaltung verpflichtet. Also sollten die Städte und Gemeinden möglichst sofort damit anfangen, um so viel Zeit und vor allem auch Geld einzusparen.
Eintrag am: 16.10.2003 15:02:29 von Christian Bühler
Obwohl es im Jahr 2003 im Land Hessen noch kein Landesbehindertengleichstellungsgesetz geben wird, ist Barrierefreiheit - gewissermaßen im Vorgriff - auch hier schon ein Thema. Auf einer der zentralen Veranstaltungen Hessens zum europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen am 14.10. 2003 in Wiesbaden drehte sich jedenfalls alles um das barrierefreie Internet.
Der Staatssekretär Gerd Krämer des hessischen Sozialministeriums begrüßte die ca. 200 Teilnehmer der sehr gut besuchten Veranstaltung in Schloß Biebrich und gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß sich Barrierefreiheit im Internet von dieser Veranstaltung aus sich gleichsam lawinenartig ausbreiten wird. Aus seiner Sicht bietet dieses Medium wesentliche Impulse für die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen.
Ein Behindertengleichstellungsgesetz in Hessen wird es dann - hoffentlich - im Jahr 2004 geben, mahnte auch der Rechtsanwalt Dr. Hajo Rauschhofer bei seiner Erläuterung der gesetzlichen Situation in Deutschland an.
Prof. Dr. Christian Bühler vom AbI (Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik) machte die Marktrelevanz der Barrierefreiheit zum Thema seines Vortrages. Neben dem sozialen Gewissen ist nämlich der Markt der Zukunft eine wichtige Motivation für barrierefreie Gestaltung im Sinne eines universellen Designs. Man erreicht so deutlich mehr Kunden und bietet Qualität.
Diese Aussagen wurden eindrucksvoll durch die Realisierungsbeispiele aus Hessen belegt. Der Energieversorger Mainova wertet im Nachhinein seine Bemühungen um Barrierefreiheit als klare Qualitätssteigerung des Angebots für alle Kunden! Ähnliche Erfahrungen trugen auch das Sozialnetz Hessen und die BKK Hessen vor.
Jan Hellbusch vom AbI -Partner BIK (Barrierefrei Informieren und Kommunizieren) machte mit anschaulichen Beispielen auf verschiedenste Barrieren aufmerksam.
Die Aktion Mensch informierte über BIENE , einen Preis für barrierefreie Internetangebote, der zum 3. Dezember 2003 vergeben wird. Man darf auf das Ergebnis gespannt sein.
Insgesamt präsentierten die Organisatoren ( Hessische Sozialministerium und BKK Landesverband Hessen ) eine gelungene Veranstaltung, die mit gängigen Vorurteilen aufgeräumt und sicher Lust auf mehr Barrierefreiheit gemacht hat.
Eintrag am: 14.10.2003 09:34:19 von Franz-Josef Hanke
Mit dem weißen Stock ertasten Blinde Hindernisse auf ihrem Weg. Um Barrieren im Internet kümmert sich das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI). Ziel der 29 angeschlossenen Organisationen ist der uneingeschränkte Zugang aller Menschen zur Information.
Am 15. Oktober jedes Jahres begehen die blinden Menschen weltweit den "Tag des weißen Stockes" . Damit möchten sie auf ihre besonderen Belange aufmerksam machen. Der weiße Stock ist nicht nur das international gültige Erkennungszeichen blinder Menschen, er sichert auch ihre Mobilität. Mit dem - an Körpergröße und Schrittlänge angepassten - Langstock ertasten Blinde Bordsteinkanten, Poller und andere Hindernisse.
Im Internet bewegen sich blinde Menschen mit speziell ausgestatteten Computern. Braillezeilen geben die Texte auf dem Bildschirm in der tastbaren Punktschrift wider. Sprachausgaben synthetisieren Texte mit künstlicher Stimme. Großbildschirme helfen Menschen, die noch über ein geringes Restsehvermögen verfügen.
Häufig auftretende Barrieren im Internet sind Grafiken und Videos ohne Textunterlegung. Aber auch Java und Javascripts sind problematisch.
AbI berät bei der barrierefreien Gestaltung von Internetseiten. Dabei richtet es sein Augenmerk nicht nur auf die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, sondern auch auf die Belange motorisch behinderter, geistig behinderter oder alter Mitbürgerinnen und Mitbürger.
"Jeder hat das Recht auf Zugang zur Information" , erklärt Projektleiter Prof. Dr. Christian Bühler. "Die Bundesregierung hat das mit der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) bereits anerkannt. Private Anbieter von Internetseiten sollten ihrem Beispiel folgen!"
Schließlich sind die rund 8 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mit Behinderungen - davon 750.000 mit Sehbeeinträchtigungen - auch potentielle Kunden oder Geschäftspartner. "Ich richte meine Entscheidungen selbstverständlich auch danach aus, wie ernst ich mich als Blinder von Firmen oder Verbänden genommen fühle" , erklärt Franz-Josef Hanke vom AbI. "Vorbildlich barrierefreie Web-Angebote bestärken mich in dem Eindruck, dass ihr Anbieter auch vorbildliche Arbeit leistet."
Eintrag am: 13.10.2003 14:10:34 von Birgit Scheer
Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) beteiligt sich aktiv an verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der REHACare International, die vom 15. bis 18. Oktober in Düsseldorf stattfindet.
Information soll allen Menschen zugänglich gemacht werden. Natürlich auch im Internet. Menschen mit Behinderungen sind häufig von der Benutzung des Internets wegen unnötiger Barrieren ausgeschlossen. Das Aktionsbündnis unterstützt den Prozess der Umsetzung von Barrierefreiheit in der Informationstechnik mit dem Schwerpunkt auf berufsrelevante Information und im Hinblick auf die verschiedenen Behinderungsarten. Behindertenverbände und Experten haben sich im AbI zusammengeschlossen. Am 17. Oktober treffen sich Vertreter der 29 Organisationen, die das AbI bilden, in Düsseldorf zu einem Erfahrungsaustausch und Diskussion über die weiteren Herausforderungen und nächsten Aktivitäten des AbI.
Die Mitglieder des AbI werden sich auch an der Podiumsdiskussion "Das elektronische Rathaus" beteiligen, die ebenfalls am Freitag von 11-12:30 Uhr im Café Forum in der Halle 6 stattfindet.
Während der gesamten Messe informiert AbI auf einem Gemeinschaftsstand des Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW darüber, wie Barrieren im Internet behoben werden können. Sie finden das AbI in Halle 04, Stand E05/G22 beim Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB).
Eintrag am: 13.10.2003 14:04:17 von Birgit Scheer
Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) wird auf der REHACare International, die vom 15. bis 18. Oktober in Düsseldorf stattfindet, auf Barrieren aufmerksam machen, die für viele behinderte Menschen im Internet bestehen.
AbI informiert auf einem Gemeinschaftsstand des Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW darüber, wie diese Barrieren behoben werden können. Sie finden AbI in Halle 04, Stand E05/G22 beim Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB).
Das FTB , Gründungsmitglied im AbI, wird während der Messe das erste deutschsprachige Test- und Korrekturwerkzeug "A-Prompt" für barrierefreies Webdesign vorstellen. A-Prompt heißt " Accessibility-Prompt " oder auf Deutsch auch Zugänglichkeits-Aufforderung. Das bewährte Programm aus Kanada ist vom Aktionsbündnis "lokalisiert" - für den deutschen Sprachraum angepasst - worden. AbI reagiert damit auf Anfragen deutscher Webdesigner, denen bisher nur englischsprachige Tools zur Verfügung standen und stellt damit das erste kostenlose deutschsprachige Test- und Korrekturwerkzeug für barrierefreies Webdesign zur Verfügung.
Eintrag am: 10.10.2003 14:34:52 von Olaf Alester
AbI -Partner BIK lädt ein zur Informationsveranstaltung:
"Surfen im Internet - können Blinde und Sehbehinderte auch!"
Wann? Am 15.10.2003, dem Tag des weißen Stockes , um 13:30 Uhr.
Wo? In Berlin, Kapelle der Gedächtniskirche.
Seit Verabschiedung des Behindertengleichstellungsgesetzes im Jahre 2002 hat sich in Sachen "barrierefreie Informationstechnik" viel getan. Nicht nur, dass die Öffentlichkeit sensibler für das Thema "Behinderte und Computer" geworden ist, blinde und sehbehinderte Menschen sind nun auch selbst mit einem Gemeinschaftsprojekt aktiv geworden. Deshalb veranstaltet der AbI -Projektpartner BIK eine Informationsveranstaltung zu dem Thema "Surfen im Internet - können Blinde und Sehbehinderte auch!".
Nach Grußworten des Landesbeauftragten für Behinderte bildet eine Präsentation der Möglichkeiten und Grenzen Blinder und Sehbehinderter im Web den Auftakt der Veranstaltung. Zusätzlich haben Medienvertreter, Interessenverbände und ein Hilfsmittelhersteller das Wort, um ihre Ideen, Projekte und Produkte zur Unterstützung der Belange blinder und sehbehinderter Menschen im Web vorzustellen. Interessierte erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, an blinden- und sehbehindertengerecht ausgestatteten PCs hautnah zu erleben, womit Blinde und Sehbehinderte täglich im Web konfrontiert sind.
Weitere Infos erhalten Sie auf den Internetseiten von BIK unter www.bik-online.info .
Eintrag am: 08.10.2003 14:15:04 von Olaf Alester
Für das Seminar am 13.11.2003 im Trainingszentrum für Hochschulübergreifende Fortbildung NRW sind noch freie Plätze vorhanden.
Die Zielgruppe sind Verantwortliche die für die Darstellung der Einrichtung im World Wide Web und für die Erstellung zuständig sind.
Die Teilnehmer/innen erfahren, mit welchen Barrieren Menschen mit Funktionseinschränkungen bei der Benutzung des Internets konfrontiert sind, wie der gesetzliche Rahmen aussieht und was zur Erstellung barrierefreier Angebote beachtet werden muss.
Lehrgangsinhalte:Die maximale Teilnehmeranzahl beträgt 20 Personen.
Ein Anmeldeformular finden Sie auf den Internetseiten der Hochschulübergreifende Fortbildung NRW (HÜF) - www.huef-nrw.de .
Eintrag am: 02.10.2003 10:17:34 von Christian Bühler
Am 14. Oktober findet in Wiesbaden die Auftaktveranstaltung des "Forums Barrierefreies Internet" statt. Veranstalter ist das Hessische Sozialministerium sowie die BKK Landesverband Hessen. Das Forum steht als Plattform für regen Gedankenaustausch zum Thema. Die Veranstaltung im Biebricher Schloss hat den Schwerpunkt "Chance für eCommerce & eGovernment - Wie wird Ihr Internetauftritt barrierefrei". Dies in Form diverser Vorträge und Diskussionsrunden. Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik ist dort aktiv mit je einem Vortrag vertreten durch Prof. Dr. Christian Bühler ( FTB ) und Jan-Eric Hellbusch ( BIK ).
Das Programm finden Sie unter:
http://www.barrierefrei-fuer-alle.de/programm.cfm
Interessierte können sich noch bis 8. Oktober unter:
www.barrierefrei-fuer-alle.de/anmeldung.cfm anmelden.