Buchtipp:

Abbildung des AbI-Buchs: Barrierefreies Webdesign Das AbI-Handbuch, ein Praxishandbuch für Web-Gestaltung und grafische Programmoberflächen.

Inhalt

Nachrichten des ersten Quartals 2005

Eintrag am 11.03.2005

Gemeinsame Erklärung zur Erreichung von Barrierefreiheit in der Informationstechnik

Aufgrund der aktuellen Diskussion zum Thema Zertifizierung von barrierefreie Websites, haben:

  • die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e. V. (BAG SELBSTHILFE), Düsseldorf
  • der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV), Berlin
  • der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V. (DVBS), Marburg
  • der Sozialverband VdK Deutschland e. V.

eine 'Gemeinsame Erklärung zur Erreichung von Barrierefreiheit in der Informationstechnik' veröffentlicht.

Der vollständiger Text der Erklärung ist auf den Internetseiten der BAG SELBSTHILFE nachzulesen.

Mit dieser Grundsatzerklärung wollen die Behindertenverbände ihre Positionen zur einer barrierefreien Informationstechnik öffentlich klarstellen.

Eintrag am 04.03.2005

Ausschreibung zum dritten BIENE-Award

Logo BIENE-AwardDie Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen zeichnen auch dieses Jahr wieder die besten deutschen Webangebote in den Kategorien E-Business, E-Government / E-Democracy, Kultur und Gesellschaft, Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Medien mit dem BIENE-Award aus.
In den vergangenen beiden Jahren hatten sich insgesamt mehr als 400 Unternehmen und Organisationen beteiligt. Betreiber und Gestalter von Internet-Angeboten können ihre Beiträge zum Wettbewerb bis zum 1. August 2005 einreichen.

Weitere Informationen zum BIENE-Award finden Sie unter www.biene-award.de

Eintrag am 28.02.2005

Beste Barrierefreiheit im Internetdorf Friolzheim

Die Sieger des Landeswettbewerbs InternetDorf/2005 wurden am 21. Februar in Stuttgart ausgezeichnet. Der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele MdL, vergab die Auszeichnung InternetDorf/2005 an die Stadt Blumberg (Schwarzwald-Baar-Kreis). Unter den 118 Bewerbern konnten sich außerdem die Kommunen Rosenfeld im Zollernalbkreis (Bestes Webdesign), Reilingen im Rhein-Neckar-Kreis (Bester Bürgerservice), Friolzheim im Enzkreis (Beste Barrierefreiheit) und Vöhringen im Landkreis Rottweil (Bester Newcomer des Jahres) durchsetzen.

In der Jury wurde die Kategorie Barrierefreiheit von Brigitte Luckhardt (WEB for ALL, Heidelberg) bewertet. Der Auftritt von Friolzheim kann nicht als barrierefrei bezeichnet werden, betonte Frau Courtpozanis in der Laudatio. Bei den Tests konnte WEB for ALL, Mitglied im AbI, aber viele positive Punkte feststellen, die behinderten Menschen das Navigieren erleichtern.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.internetdorf.de

Eintrag am 28.02.2005

Gebärdenwerk gewinnt Preis beim Multimedia Transfer

Auf der Bildungsmesse Learntec wurden am 15. Februar in Karlsruhe die Preisträger des Multimedia Transfers ausgezeichnet. Einen Preis für die Kategorie Barrierefreiheit erhielt das Team von "Gebärdenwerk". Die Autoren Knut Weinmeister, Thimo Kleyboldt und Ralph Raule entwickelten im Rahmen ihres Studiums das Projekt und machten sich anschließend damit selbstständig. "Gebärdenwerk" erstellt Gebärdensprachfilme, um gehörlosen Menschen textbasierte Informationen verständlich zu machen.

Für Barrierefreiheit wurde 2004 zum ersten Mal ein Preis verliehen. In der Jury wurde der Beitrag unter anderem von WEB for ALL, Mitglied im AbI, (Frau Dülfer) und AbI-Partner BIK bewertet.

Ausführliche Informationen zum Wettbewerb Multimedia Transfer finden Sie unter www.rz.uni-karlsruhe.de/mmt

Eintrag am 22.02.2005

Gebärdenwerk gewinnt Multimedia-Nachwuchspreis

Logo Multimedia TransferDas Hamburger Unternehmen Gebärdenwerk hat den Multimedia-Nachwuchspreis des Hochschulwettbewerbs Multimedia Transfer gewonnen.
Gebärdenwerk erstellt Filme in Deutscher Gebärdensprache, um gehörlosen Menschen textbasierte Informationen verständlich zu machen. Darüber hinaus beraten die Gründer Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, um den Zugang zu hörgeschädigten Menschen sicher zu stellen und die Zielgruppe bedarfsgerecht zu erreichen.

Ralph Raule, einer der Unternehmensgründer und Mitautor des AbI-Buches für barrierefreies Webdesign, erklärt die Bedeutung des Preises, der aufzeigt dass die Wirtschaft und unsere Gesellschaft die Geschäftsidee von Gebärdenwerk respektiert und auch honoriert.

Eintrag am 11.02.2005

Barrierefreiheit Thema auf der Learntec 2005

Logo Multimedia Transfer Die 20 besten Autorenteams aus dem Hochschulwettbewerb Multimedia Transfer (MMT) präsentieren sich vom 15. bis 18. Februar am Gemeinschaftsstand des Rechenzentrums der Universität Karlsruhe (TH) auf der Learntec 2005. Finale, Preisverleihung und Expertenforen ergänzen das umfangreiche Programm während der Learntec Messe für Bildungs- und Informationstechnologie im Kongresszentrum Karlsruhe.

Zum Thema "Barrierefreiheit und Internettechnologie" werden am 15. Februar Fachleute unterschiedlichster Institutionen verdeutlichen, was eine barrierefreie Webseite ausmacht und worauf bei ihrer Gestaltung zu achten ist. Sie werden außerdem über die gesetzlichen Bestimmungen aufklären sowie über die künftigen Trends und Schwerpunkte von "Internet Accessibility" informieren. Teilnehmen werden u.a. Jan Eric Hellbusch (Autor des Buches "Barrierefreies Webdesign"), Professor Gerhard Weber (Professur für Human Centered Interfaces, Multimedia Campus Kiel), Stefan Berninger und Karin Dülfer (WEB for ALL, Heidelberg), sowie Jurymitglieder bzw. Finalisten des Multimedia Transfer.

Eintrag am 09.02.2005

Interview mit Herrn Prof. Dr. Bühler zum Thema Zertifizierung von barrierefreien Websites

Christian BühlerKobinet, der Nachrichtendienst von und für behinderte Menschen, hat heute ein Interview mit Prof. Dr. Bühler zum Thema Prüfverfahren zur Zertifizierung von barrierefreien Websites veröffentlicht.

Professor Bühler hat in diesem Interview zum Vorhaben des AbI Stellung genommen.

Das Interview findet man auf der Kobinet Nachrichtenseite.

Eintrag am 02.02.2005

Reaktionen auf beabsichtigte Qualitätskennzeichnung

Das Aktionsbündnis hat positive und kritische Reaktionen auf die am 1. Februar veröffentlichte Pressemitteilung zum Thema "Einheitliche Qualitätskennzeichnung für barrierefreie Internetseiten" erhalten.

Da in einer Pressemitteilung die Informationen stark verkürzt und nicht ausreichend detailliert dargestellt werden können, um als Grundlage für eine inhaltliche Diskussion genommen werden zu können, wird das Aktionsbündnis natürlich noch allen am Thema Interessierten, insbesondere allen AbI-Unterstützern und Partnern die Möglichkeit geben sich sachlich zu dem Thema zu äußern. Da es sich bisher lediglich um eine Ankündigung handelt, dass ein Verfahren entwickelt werden soll, besteht noch ausreichend Möglichkeit für inhaltliche Rückmeldungen.

Als eine erste Reaktion auf die vielen Rückmeldungen erhalten sie weitere Informationen zur Motivation des AbI sich an der Entwicklung einer Qualitätskennzeichnung zu beteiligen, unter wob11 - Veröffentlichungen - Informationen zur Pressemitteilung "Einheitliche Qualitätskennzeichnung für barrierefreie Internetseiten".

Eintrag am 01.02.2005

Einheitliche Qualitätskennzeichnung für barrierefreie Internetseiten

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) und die akkreditierte Zertifizierungsstelle DIN CERTCO Gesellschaft zur Konformitätsbewertung mbH haben vereinbart bis Mitte 2005 gemeinsam ein Zertifizierungsprogramm und ein Prüfverfahren zur Zertifizierung von barrierefreien Websites zu entwickeln.

Damit reagiert AbI auf die Forderung von Interessenverbänden der Behinderten, sowie von öffentlichen und privaten Anbietern von Websites nach einem Zertifikat als Qualitätsnachweis. (Anmerkung im April 95: Der vorgenannte Zeitplan mußte aufgrund der bisherigen Entwicklung leider nach hinten verschoben werden.)

Das Zertifizierungsverfahren wird dann die dritte Stufe der AbI-Testempfehlung, die Hauptprüfung bilden, die nach einem Vorprüfungstest und Kurztest durchgeführt werden kann.

Die Erfahrungen und bisher eingesetzte Prüfkonzepte vieler AbI-Partner fließen in das neue Zertifizierungsprogramm und das entsprechende Prüf- und Bewertungsverfahren ein. Beteiligt sind unter anderem "Barrierefrei informieren und kommunizieren" (BIK), "Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH" (ifib), "Web for All", "Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB) / Evangelische Stiftung Volmarstein", "panta rhei systems GmbH" und "DIN CERTCO"

Eintrag am 27.01.2005

Barrierefreiheit wichtig beim Wettbewerb InternetDorf

Die Fachjury des Wettbewerbs InternetDorf/2005 hat in einer ersten Auswahl die zehn besten Internet-Auftritte ausgewählt.Neben dem Gesamtsieger werden fünf weitere Gemeinden für die Kategorien "Bestes Webdesign", "Bester Bürgerservice", "Beste Barrierefreiheit", "Innovation des Jahres" und "Newcomer des Jahres" ausgewählt.

Die Kategorie "Beste Barrierefreiheit" wurde von dem AbI-Mitglied WEB for ALL bewertet. Viele Gemeinden haben sich bemüht ihre Websites barrierefrei zu gestalten, zeigten die Tests von WEB for ALL.

An dem Wettbewerb konnten baden-württembergischer Gemeinden mit bis zu 15.000 Einwohnern teilnehmen. In diesem Jahr bewarben sich 118 Kommunen um den mit 7.500 Euro dotierten Preis. Die Veranstalter dieses Wettbewerbs sind die baden-württembergische Akademie Ländlicher Raum, die MFG Baden-Württemberg und der Gemeindetag Baden-Württemberg. Das beste Web-Angebot wird Minister Willi Stächele MdL am Montag (21. Februar) in Stuttgart, in der L-Bank Staatsbank für Baden-Württemberg, auszeichnen.

Zu den 10 ausgewählten Internetauftritten gehören:

Eintrag am 26.01.2005

Internetauftritte deutscher Topunternehmen genügen nicht modernen Anforderungen zur Barrierefreiheit

Das Ergebnis einer Untersuchung von Prof. Dr. Michael Ceyp, Experte für elektronisches Marketing an der privaten Fachhochschule Wedel, hat gezeigt, dass die Internetauftritte deutscher Topunternehmen dringenden Nachbesserungsbedarf in Bezug auf Barrierefreiheit haben.

Für viele Surfer bestehen auf den Seiten unüberwindbare Barrieren, die insbesondere durch zu kleine Schriften, schlecht strukturierte Navigation oder fehlende Beschreibungen bei Grafiken entstehen. Ursachen dafür sieht Prof. Ceyp zum Beispiel in der Verwendung veralteter Content-Management-Systeme. Weitere Informationen zur Untersuchung deutscher Topunternehmen in einem VDI-Artikel.

Eintrag am 17.01.2005

Web Accessibility Toolbar in deutscher Sprache verfügbar

Die Web Accessibility Toolbar wurde vom AIS-Team (Accessible Information Solutions - Barrierefreie Informationslösungen) des Nationalen Informations- und Bibliotheksdienstes (NILS), Australien, entwickelt, um die nicht-automatische Überprüfung von Webseiten hinsichtlich verschiedener Aspekte der Barrierefreiheit zu unterstützen. Jetzt ist die deutsche Übersetzung der Toolbar über das Informationsportal des Aktionsbündnisses unter wob11 - Veröffentlichungen - Programme - Web Accessibility Toolbar verfügbar.

Die deutsche Übersetzung ist von "WEB for ALL - Projekt für Barrierefreiheit im Internet" im Rahmen der Aktivitäten des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) erstellt worden.

Eintrag am 13.01.2005

Kosten und Vorteile "barrierefreien Webdesigns"

Häufig wird die Frage gestellt, ob durch 'barrierefreies Webdesign' zusätzliche Kosten entstehen. Sasa Ebach hat für den AbI-Unterstützer Digitale Wertschöpfung jetzt mehrere Artikel veröffentlicht, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Die Artikel sind unter "wob11 - Links - Barrierefreies Webdesign" zu finden.

Eintrag am 13.01.2005

Web-Angebote deutscher Nachrichtensendungen barrierefrei?

Der AbI-Unterstützer anatom5 perception marketing GbR hat die Webangebote der meistgesehenen deutschen Nachrichtensendung, der Tagesschau, und der Nachrichtensendung des ZDF, die heute-Nachrichten, in Bezug auf Barrierefreiheit verglichen.

Die Tester kommen zu dem Ergebnis, dass sich beide Angebote um Barrierefreiheit bemüht haben, jedoch noch Barrieren in den Angeboten existieren.

Die Angebote zeigen auch, dass anspruchsvolle Portale ohne Tabellen-Layouts realisierbar sind. Der vollständige Test ist im Barrierekompass-Webangebot zu finden.

Eintrag am 10.01.2005

Informationsgesellschaft für alle

Kommission startet Konsultation mit dem Ziel, IKT-Produkte und Dienste zugänglicher zu machen. Die Vorteile der Informations- und Kommunikationstechnologien sollten möglichst vielen Bürgern, auch Älteren und Behinderten, zugute kommen.

Dieser Meinung ist auch die Europäische Kommission, die heute eine öffentliche Konsultation eingeleitet hat.

Ziel ist es, die Schwierigkeiten zu beseitigen, mit denen sich Behinderte und andere Personen konfrontiert sehen, wenn sie versuchen, elektronische Produkte und Dienste wie Computer, Mobiltelefone oder das Internet zu nutzen.

Über 90 Millionen EU-Bürger können aus Gründen ihres Alters oder ihrer Behinderung die Vorteile der Informations- und Kommunikationstechnologien nicht vollständig nutzen. Das zeigt wie notwendig es ist IKT-Produkte zugänglicher zu machen. Die Konsultation konzentriert sich auf drei Schlüsselbereiche, in denen die Europäische Union die elektronische Zugänglichkeit fördern könnte: öffentliches Beschaffungswesen, Zertifizierung und legislative Maßnahmen.

Im Konsultationspapier wird u.a. vorgeschlagen zu untersuchen, ob ein Zertifizierungsverfahren für ein Qualitätskennzeichen für zugängliche Produkte und Dienste sinnvoll wäre. Schließlich widmet sich das Konsultationspapier einer Reihe unterstützender Maßnahmen. Dazu zählen die Entwicklung der digitalen Kompetenz, die verstärkte IKT-Forschung zur Förderung der elektronischen Zugänglichkeit sowie die Überwachung der Zugänglichkeit des Internet und die Entwicklung des Digitalfernsehens.