AbI-Informations-CD:

Informations-CD-ROM mit Tools, Informationen und Artikeln zum barrierefreien Webdesign. Die CD kann direkt beim AbI bestellt werden.

Inhalt

Nachrichten des dritten Quartals 2003

Eintrag am: 29.09.2003 15:02:34 von Birgit Scheer

Deutschsprachiger Barrierenprüfer für das Internet

A-Prompt heißt "Accessibility-Prompt" oder auf Deutsch auch Zugänglichkeits-Aufforderung. Diese Software ist entwickelt worden, um die Zugänglichkeit von Internetseiten für Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen zu verbessern. Das bewährte Programm aus Kanada ist vom Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) "lokalisiert" - für den deutschen Sprachraum angepasst - worden. Das Aktionsbündnis reagiert damit auf Anfragen deutscher Webdesigner, denen bisher nur englischsprachige Tools zur Verfügung standen. AbI stellt damit das erste kostenlose deutschsprachige Test- und Korrekturwerkzeug für barrierefreies Webdesign zur Verfügung.

Webdesigner können mit Hilfe des Programms ihre HTML -Dokumente auf Barrieren überprüfen und diese Schritt für Schritt mit Hilfe von A-Prompt korrigieren. Das Programm prüft und korrigiert auf Wunsch wahlweise nach den deutschen Richtlinien der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) oder nach den internationalen Zugänglichkeitsrichtlinien der Web Accessibility Initiative (WAI). A-Prompt ist kostenlos auf dem Informationsportal www.wob11.de des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) erhältlich. Das Aktionsbündnis stellt das Programm auf der REHACare International vom 15.-18. Oktober in Düsseldorf am Stand des Forschungsinstituts Technologie-Behindertenhilfe (FTB) in Halle 4 E05/G22 vor.

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Eintrag am: 18.08.2003 09:42:40 von Detlef Girke

Buch "Barrierefreies Webdesign"

Barrierefreies Webdesign auf dem Vormarsch: Bereits 10.000 verkaufte Exemplare des Buches "Barrierefreies Webdesign" von Jan Eric Hellbusch.

Als Ende 2001 die erste Auflage des Buches im KnowWare -Verlag (ISBN 87-90785-75-4, www.knowware.de ) erschien, galt barrierefreie und behindertengerechte Webgestaltung als Thema für Sonderlinge und Betroffene im Web. Ging man damals noch davon aus, dass barrierefreie Seiten modernen Design-Ansprüchen nicht genügen können und nur einer geringen Anzahl von blinden Internet-Nutzern dienen, so treten mittlerweile die unübersehbaren Vorteile barrierefreien Webdesigns immer deutlicher hervor.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass barrierefreies Webdesign nicht nur allen behinderten Menschen dient, sondern allen Internet-Nutzern. Die wirtschaftlichen Vorteile sind unübersehbar. Das hat nicht nur die öffentliche Verwaltung begriffen, die per Gesetz zu einer barrierefreien Gestaltung ihrer Webseiten aufgefordert wurde. Immer mehr Unternehmen setzen auch aus marktstrategischen Gründen auf barrierefreies Webdesign.

Das sich im öffentlichen Bewusstsein so viel geändert hat, ist zu einem großen Teil dem Engagement von Jan Eric Hellbusch zuzuschreiben, der neben seinem Buch und seiner (selbstverständlich barrierefreien) Webseite sich auch beruflich ganz dem Thema verschrieben hat. Seit April 2002 arbeitet er in Marburg als Berater des Projektes BIK - barrierefrei informieren und kommunizieren ( www.bik-online.info ).

"Vielleicht können meine Erfahrungen aus den letzten zwei Jahren in eine Neuauflage des Buches einfließen, welche neben einigen technischen Neuerungen auch meine Erfahrungen mit meiner eigenen Webseite www.barrierefreies-webdesign.de berücksichtigt" , so Hellbusch. Dies bleibt zu hoffen. Der Unterstützung von BIK und des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik ( AbI , www.abi-projekt.de ) kann er sich dabei auf jeden Fall sicher sein.

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Eintrag am: 13.08.2003 09:5:17 von Christian Bühler

Barrierefreies Internet verständlich erläutert

Bremen (kobinet) Christian Bühler vom Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe ( FTB ) hat einen Text über das Thema Barrierefreies Internet für alle verfasst, mit dem er die heute in Bremen eröffnete Gleichstellungstagung bereicherte. Einige Passagen werden von kobinet dokumentiert:

Menschen mit verschiedensten Behinderungen haben Schwierigkeiten das Internet zu benutzen. Solche Hindernisse nennt man Barrieren. Barrieren gibt es zum Beispiel bei: Sehbehinderung, Hörbehinderung, Körperbehinderung, geistiger Behinderung.

Auch Menschen mit unterschiedlich schweren Behinderungen sind betroffen, beispielsweise bei: Farbfehlsichtigkeit - Blindheit, Bewegungseinschränkung - hohe Querschnittslähmung, teilweise Hörverminderung - Gehörlosigkeit.

Um das Internet nutzen zu können, muss der Inhalt einer Internetseite für diese Menschen und ihre Geräte zur Eingabe und Ausgabe wahrnehmbar, bedienbar und verständlich gestaltet werden. Dazu gibt es Regeln, die man einhalten muss.

Dies ist gleichzeitig auch gut für alle Benutzer. Die Angebote sind leichter verständlich, besser bedienbar und können mit unterschiedlichen Geräten benutzt werden. Mehr zufriedene Benutzer sind auch für die Anbieter wichtig.

Die Richtlinien des W3C - WAI wurden aufgegriffen und in verbindliche Regeln (Standard) übertragen. (W3C-WAI bedeutet World Wide Web - Consortium, Web Accessibility Initiative . Das ist ein weltweiter Zusammenschluss von Internetfirmen, in dem WAI sich um die Barrierefreiheit kümmert.)

Schrittweise werden nun die Bundesbehörden ihre Seiten im Internet barrierefrei gestalten. Länder, Städte und Gemeinden folgen nach Verabschiedung der Gleichstellungsgesetze in den Bundesländern. Auswirkungen auf den Wirtschaftsbereich werden vor allem durch Zielvereinbarungen erfolgen. (Zielvereinbarungen sind Abmachungen zwischen Behindertenverbänden und Wirtschaft).

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik - AbI unterstützt diesen Vorgang durch verschiedenen Maßnahmen. Dazu haben sich bis heute 25 Teilnehmer zusammengetan. Darunter sind Behindertenverbände, Forschungseinrichtungen und Internet-Firmen. Das FTB ist Leiter dieses Aktionsbündnisses.

Weitere Auskünfte und Hinweise gibt es im Internet unter der Adresse www.wob11.de .

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Eintrag am: 31.07.2003 10:52:05 von Christian Bühler

Gleich richtig stellen

Das Aktionsbündnis war mit mehreren Partnern auf der Tagung "Gleich richtig stellen" ( www.nw3.de ) vertreten. Andreas Bethke vom Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf stellte aufgrund der Erfahrung des BIK Projektes fest, dass die Beratungs- und Unterstützungskapazität bei weitem nicht ausreichen.

Thomas Hänsgen vom Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsverein e.V. aus Berlin sieht einen erheblichen Bedarf an Internet Weiterbildung und Schulung, um Menschen mit Behinderungen für den Beruf fit zu machen.

Prof. Christian Bühler umriss die Gesamtsituation zum barrierefreien Internet und forderte auf, jetzt bei der Umsetzung nicht nachzulassen. Vielmehr müssten jetzt verstärkte Anstrengungen unternommen werden. Er forderte eine abgestimmte Lösung der Standards für barrierefreies Internet von den Bundesländern.

Die angeregte Diskussion der Teilnehmer machte deutlich, wie wichtig das Internet heute ist. Wenn man über Barrieren spricht, muss man an alle unterschiedlichen Barrieren denken. Insbesondere eine verständliche Sprache ist für viele Menschen Grundvoraussetzung bei der Internetnutzung.

Eine Zusammenfassung des Vortrages von Prof. Bühler finden Sie unter www.netzwerk-artikel-3.de/tagung/260703buehler.php .
Eine Zusammenfassung des Vortrages von Thomas Hängsen finden Sie unter www.netzwerk-artikel-3.de/tagung/260703haensgen.php .
Eine Zusammenfassung des Vortrages von Stefan Göthling finden Sie unter www.netzwerk-artikel-3.de/tagung/260703goethling.htm .

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Eintrag am: 28.07.2003 09:42:05 von Franz-Josef Hanke

Ein Jahr BITV: Bilanz der bisherigen AbI-Arbeit

Das zusammenfassende Resümee von einem Jahr BITV hat das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) am Mittwoch (23. Juli) in Berlin gezogen. Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) war am 23. Juli 2002 in Kraft getreten. Sie verpflichtet alle Bundesbehörden, ihre Informationen barrierefrei anzubieten.

Seither hat das Interesse an Barrierefreiem Webdesign nach Beobachtung des Aktionsbündnisses stark zugenommen. Die 10 AbI-Projektpartner haben in diesem Jahr weit über 1.000 Beratungen zur barrierefreien Gestaltung von Internetseiten durchgeführt. Mehr als 500 Webpräsenzen haben sie auf ihre Zugänglichkeit getestet. Auch 50 CD-ROMs und 10 Anwenderprogramme wurden auf ihre uneingeschränkte Nutzbarkeit hin überprüft.

Das Fazit fällt dabei verhalten aus: Bei den Informationsangeboten von Bundesbehörden ist das Bemühen um Verbesserungen deutlich erkennbar. Dennoch ist die Mehrheit dieser Angebote im Internet noch nicht vollständig barrierefrei. Auch die Webseiten privater Betreiber zeigen einen Trend in Richtung zur Barrierefreiheit; hier sind Mängel aber noch häufiger anzutreffen. So fasste AbI-Projektleiter Prof. Dr. Christian Bühler die Arbeit in dem Satz zusammen: "Es bleibt noch viel zu tun!"

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Eintrag am: 23.07.2003 11:30:00 von Christian Bühler

Erste Erfolge auf dem Weg zu einem Internet für alle

Am 23. Juli wird die Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV) ein Jahr alt. Sie setzt den Standard für barrierefreie Internetangebote des Bundes. Mit ihrer Hilfe sollen Internetseiten des Bundes auch für Menschen mit Behinderungen ohne Einschränkungen zugänglich werden. Zeit für das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) Bilanz zu ziehen. Das Ergebnis: Auf einigen Bundesseiten hat sich die Qualität der Webseiten für Menschen mit Behinderungen bereits verbessert - doch es bleibt noch viel zu tun.

Eine Benchmarkingstudie des AbI-Projektes zeigt, dass mit Hilfe der Verordnung erste Erfolge in Bezug auf barrierefreie Webseiten erzielt wurden. Viele Bundesbehörden haben sich in den vergangenen Monaten angestrengt und große Fortschritte in diese Richtung gemacht. Trotzdem wird es noch dauern, bis im Internet alle Hürden für Menschen mit Behinderungen beseitigt sind. Vor allem Länder, Städte und Gemeinden müssen ihre Angebote barrierefrei machen.

Um diesen Prozess zu beschleunigen, haben sich 25 Organisationen dem AbI-Projekt angeschlossen. Das Aktionsbündnis unterstützt aktiv die Umsetzung einer umfassenden Barrierefreiheit im Internet. Seine Partner haben seit Inkrafttreten der BITV im Jahre 2002 mehrere hundert Internetpräsenzen getestet, Anbieter beraten sowie Schulungen und Events organisiert. "Die Nachfrage in der Öffentlichkeit ist durch die neue Gesetzgebung merklich größer geworden" , stellt Detlef Girke vom AbI-Partner Barrierefrei informieren und kommunizieren (BIK) fest. "Wir freuen uns über die Fortschritte bei den Bundes-Seiten" , sagt Franz-Josef Hanke vom Abi-Partner Arbeitskreis barrierefreies Internet e.V. (AKBI) . "Doch vor allem bei den privaten Anbietern gibt es noch zu viele Barrieren, die in naher Zukunft aus dem Weg geräumt werden müssen."

Für die bevorstehende Urlaubszeit haben AbI -Experten in eigener Sache - also Menschen mit Behinderungen - Angebote von Verkehrsverbünden und Urlaubsanbietern geprüft "Da bleibt man vielleicht doch besser zu Hause" , resümiert Stephan Berninger von Web for All und AbI-Mitglied. Es sei mehr als schade, wenn Teilhabe und Lebensqualität auf der einen Seite und Kunden und Umsatz auf der anderen Seite auf der Strecke blieben.

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Eintrag am: 14.07.2003 13:47:15 von Christian Bühler

Aktionsbündnis formiert sich

24 Organisationen kooperieren im Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik - AbI mit dem Ziel, Informationen im Internet für alle barrierefrei zugänglich zu machen.

Das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik - AbI arbeitet seit September 2002 an der Umsetzung der Barrierefreiheit im Internet. Besonders berücksichtigt werden Angebote, die für den Beruf wichtig sind.

Zu den drei Gründungsmitgliedern sind inzwischen 7 weitere Partner und 14 Unterstützer hinzugestoßen . Weitere Organisationen haben die Aufnahme beantragt.

"Das Interesse und der Zuspruch stimmen uns optimistisch" , sagte der Leiter des Aktionsbündnisses Prof. Dr . Bühler vom FTB Volmarstein am Dienstag (14.Juli). "Zwar ist das Internet heute noch voller Barrieren , aber das liegt oft an der Unkenntnis. Aufklärung und Beratung sind daher wichtige Ziele von AbI."

Mit der wachsenden Zahl an Partnern und Unterstützern kann hier schlagkräftige Arbeit geleistet werden.

Ein Jahr nach Inkrafttreten der Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV) sehen die Projektpartner erste Fortschritte bei der Umsetzung dieser Richtlinie zur Gestaltung von Internetseiten. "Es gibt noch viele Hürden" , stellte Bühler fest, "aber wir helfen mit, diese Barrieren zu beseitigen".

Wie man bei AbI mitmachen kann, erfahren sie auf der Internetseite von AbI oder beim AbI-Sekretariat . Bitte beachten Sie auch die Informationen im Bereich "Häufig gestellte Fragen" ( FAQ )

Informationen zum Projekt: http://www.abi-projekt.de

Informationen zum barrierefreien Internetdesign: http://www.wob11.de

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Eintrag am: 08.07.2003 10:15:04 von Michaela Freudenfeld

Stiftung Warentest berücksichtigt beim Test von Internetangeboten erstmals die Zugänglichkeit für behinderte Menschen

Die Stiftung Warentest hat 14 Weiterbildungsdatenbanken aus dem Internet unter die Lupe genommen. Neben der Qualität von Suchfunktionen oder der Aktualität der Suchergebnisse wurde erstmals auch die Barrierefreiheit für behinderte Menschen als Testkriterium einbezogen. Dieser Testteil wurde von dem AbI -Projektpartner BIK durchgeführt.

BIK - Hamburg, 04.07.2003
Weiterbildung - Zusatzqualifikationen - lebenslanges Lernen. Das sind Schlagworte, die den Trend zur Sicherung eines Arbeitsplatzes bestimmen. Der Weiterbildungsmarkt boomt entsprechend. Einen vergleichenden Überblick über das Angebot erhält man z.B. in Form von Weiterbildungsdatenbanken im Internet.
Behinderte Menschen sind bei der Jobsuche benachteiligt. Daher sind lebenslanges Lernen und auf sie zugeschnittene Weiterbildungsangebote besonders wichtig. Der Zugang zur Informationsbeschaffung über Weiterbildungsmaßnahmen im Web ist ein Baustein zur Chancenverbesserung von Behinderten auf dem Arbeitsmarkt.
Die Bedeutung eines barrierefreien Internets für die berufliche und soziale Teilhabe behinderter Menschen wird auch durch das Bundesgleichstellungsgesetz aus dem Jahre 2002 anerkannt. Hier ist unter anderem geregelt, wie Webangebote barrierefrei zu gestalten sind und welche Übergangsfristen einzuhalten sind.

Test-Fazit: Es gibt noch viel zu tun
Die getesteten Weiterbildungsdatenbanken weisen in punkto Barrierefreiheit einen entscheidenden Vorteil auf: Sie bieten vorwiegend sachliche und text-basierte Inhalte an. Elemente wie Flash-Animationen oder programmierte Objekte, die auf einem "rein visuellen Weg" Informationen transportieren, spielen keine große Rolle und verursachen auch keine Barrieren. So sind die Internetseiten bis zu einem gewissen Grad von versierten blinden und sehbehinderten Internetsurfern nutzbar.
Trotzdem vermitteln die Seiten nicht den Eindruck, dass auf bestimmte Technologien verzichtet wurde, um das Angebot auch für behinderte Menschen zu öffnen. Zwar gibt es Ansätze in die richtige Richtung, doch wurden in der Regel sehr wichtige Aspekte nicht berücksichtigt. Die Probleme wiederholen sich, z.B. durch die häufig fehlende Betitelung von Grafiken. Insgesamt kann kein Angebot im Sinne der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) als barrierefrei bezeichnet werden.
Unser Ergebnis belegt, dass Anforderungen zur barrierefreien Web-Gestaltung nur sehr unvollständig umgesetzt werden. Und das ist nicht verwunderlich. Das Behindertengleichstellungsgesetz ist noch relativ jung und die Weiterbildungsdatenbanken bestätigen eher die Regel, als dass sie besonders auffällig in ihrer Unzugänglichkeit wären. Die Ergebnisse zeigen vor allem eines: Es gibt noch viel zu tun.
Für die Anbieter sind sie ein Hinweis darauf, an welchen Stellen noch gearbeitet werden muss, um auch behinderten Menschen den Zugang zu Weiterbildungsdatenbanken zu ermöglichen.

Die Testergebnisse zur Zugänglichkeit fließen mit 3% in die test-Qualitätsurteile ein und sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" veröffentlicht.
Im Internet zu finden unter: www.weiterbildungstest.de
Ausführliche Testdetails finden Sie auf der BIK-Online-Homepage:
www.bik-online.info/Beratung/bik_spezial/weiterbildungsdatenbanken/index.php

Der Test wurde gemeinsam von der Stiftung Warentest und dem Projekt "BIK - barrierefrei informieren und kommunizieren" durchgeführt.
BIK ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV), des Deutschen Vereins für Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf e.V. (DVBS) und der DIAS GmbH.
BIK klärt Anbieter von Web-Auftritten in punkto Barrierefreiheit auf, entwickelt individuelle Lösungswege und unterstützt die Anbieter bei der Umsetzung.
Da das Projekt vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung gefördert wird, ist diese Dienstleistung kostenlos.
Informationen zum Projekt und Kontaktmöglichkeiten zu den BIK-Beratern finden sich auf der Homepage: www.bik-online.info

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Eintrag am: 03.07.2003 15:53:47 von Christoph Huneke

Deutscher Multimedia Award

Nur wenige Shortlist-Kandidaten genügen Kriterien zur Barrierefreiheit
WDR -Produktion "Oestlich-der-sonne.de" ist Favorit der Experten

Das Thema "Barrierefreies Internet" hat in den vergangenen Monaten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Veranstalter des Deutschen Multimedia Awards (DMMA), der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) e.V., der Kommunikationsverband sowie die MFG Medienentwicklung, haben auf diese Entwicklung reagiert. Unabhängig von der Ausschreibung wurden alle Online-Anwendungen, die den Sprung auf die Shortlist geschafft haben, durch entsprechende Experten getestet. In Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsprojekt BIK (Barrierefrei Informieren und Kommunizieren) wurden die entsprechenden Seiten mit Hilfe eine Prüfverfahrens dahingehend getestet, ob Sie auch für (Seh-)Behinderte nutzbar sind. Obwohl das Gesamtergebnis auf den ersten Blick ernüchternd ist, haben die Experten die drei brauchbarsten Beiträge herausgefiltert. "Favorit" der BIK-Berater ist dabei der Beitrag www.oestlich-der-sonne.de - eine Produktion des WDR.

Hamburg/Düsseldorf/Bonn/Stuttgart, 30. Juni 2003
Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Beiträge www.ubs.com/check-in und www.mobile.de . Die drei Beiträge erhalten als Anerkennung eine kostenlose und umfassende Beratung durch die BIK-Kompetenz Center, so dass binnen weniger Wochen eine größtmögliche Barrierefreiheit umgesetzt werden kann.

Mit Hilfe folgender Kriterien wurden die einzelnenen Beiträge geprüft:

  • Textorientierung
  • Farben und Kontraste
  • Skalierbarkeit
  • Trennung von Inhalt und Layout
  • Geräteunabhängigkeit
  • Verständlichkeit
  • Validierung von HTML und CSS

Das gesamte BIK-Prüfverfahren basiert auf dem Behinderten-Gleichstellungsgesetz, der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) sowie den Web Content Accessibility Guidelines des W3C ( World Wide Web Consortium ).
Die Maximalpunktzahl des Prüfverfahrens beträgt 240, die herausgestellten Seiten verfehlten diese Punktzahl relativ deutlich, sind aber mit den gängigen Hilfsmitteln (etwa mit Sehbehinderten- Browsern oder auch Hardwareunterstützungen) durchaus handhabbar. Insbesondere die flashanimierten Seiten, die zwar prinzipiell barrierefrei erstellt werden konnten, waren mit den gängigen Hilfsmitteln nur teilweise lesbar. Die ausführlichen Berichte zur Prüfung der Shortlist-Kandidaten werden den Einreichern als Service des Awards zur Verfügung gestellt.
"Das Thema Barrierefreiheit beinhaltet für die Unternehmen vor allem auch die Erreichbarkeit zusätzlicher Zielgruppen. Daher wird die Anpassung oft frequentierter Webangebote an gängige Standards in Zukunft immer wichtiger" so dmmv-Geschäftsführer Alexander Felsenberg. Die kommenden Ausschreibungen zum DMMA werden demnach dem Thema Barriefreiheit größeren Raum bieten.

Die Auszeichnung der Preisträger des 8. Deutschen Multimedia Awards wird am 2. Juli 2003 im Anschluss an den Deutschen Multimedia Kongress - Forum Digitale Wirtschaft, dem wichtigsten jährlichen Treffpunkt der Branche, vorgenommen. Beide Veranstaltungen finden in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin statt. Eine Teilnahme an der Preisverleihung ist für alle Besucher des DMMK Deutschen Multimedia Kongresses möglich; Programm und Anmeldeformulare unter www.dmmk.de.

Hintergrund:
Der Deutsche Multimedia Award wird seit 1996 an herausragende Online-, Offline- und Terminalanwendungen vergeben, die beispielhaft für die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der interaktiven Medien sind. Laut Branchenumfragen ist der DMMA der wichtigste Wettbewerb der Digitalen Wirtschaft mit einer unübertroffenen Marketingwirkung.

Kontakt:
Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Christoph Huneke, Pressesprecher
Tel. 0211 600 456 -26, Fax: -33
huneke@dmmv.de

BIK - barrierefrei informieren und kommunizieren
Detlef Girke, BIK Kompetenz-Center, Projektredaktion
DIAS GmbH, Neuer Pferdemarkt 1, 20359 Hamburg
kontakt@bik-online.info
www.bik-online.info
Tel.: 040 43187513, Fax.: 040 43187519

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