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Die Beschriftung
Software Checkpunkt 2.3
Beschriften Sie Bedienelemente, Objekte, Icons
und Bilder. Wenn ein Bild zur Kennzeichnung von Programmelementen
benutzt wird, muß die Bedeutung des Bildes in der gesamten Anwendung
einheitlich sein.
Die Gründe
Die Beschriftung kennzeichnet ein Objekt (z.B. Icon-Name,
Fenstertitel, Tastaturbeschriftung, Eingabefeld). Die Beschriftung muß
programmtechnisch mit einem Objekt verbunden sein, um sie mit Hilfe der
assistiven Technik für die Benutzer verfügbar zu machen. Wenn die
Beschriftung nicht programmtechnisch verbunden ist, wird der Screenreader
Text aus der Umgebung des Objekts oder Bedienelements zur Kennzeichnung
benutzen. Diese Form von "Näherung" ist nicht der richtige Weg, um
Objektbezeichnungen zu bestimmen. Die meisten Screenreader erlauben es dem Benutzer, einer Bitmap einen Text zuzuordnen. Wenn die Bitmap ihre Bedeutung während der Programmausführung ändert, ist die Bezeichnung, die durch den Screenreader zugeordnet wurde, nicht mehr gültig und verwirrt den Benutzer.
Die Methoden
Benutzen Sie eine oder mehrere der folgenden Methoden, um Checkpunkt 2.3 der Checkliste für Software Zugänglichkeit von IBM zu erfüllen:
- Verwenden Sie den Standard Windows ToolTip um jedem Bild eine Beschriftung zuzuordnen.
- Benutzen Sie MSAA um programmtechnisch Namen und Beschreibung jeder Beschriftung darzustellen.
- Ordnen Sie die Beschriftung unmittelbar links oder oberhalb des Bedienelements an. Screenreader benutzen die Umgebung, um eine Beschriftung zu bestimmen, wenn sie nicht programmtechnisch offen liegt.
- Wenn Bitmaps zur Kennzeichnung von
Bedienelementen, Statusanzeigen oder anderen programmtechnischen
Elementen benutzt werden, muß die Bedeutung dieser Bilder in der
Anwendung einheitlich sein.
Die oben genannten Methoden sind notwendig, die folgende Methode wird empfohlen, um die Zugänglichkeit zu verbessern:
- Vermeiden Sie mehrere Objekte mit dem gleichen Namen auf dem
gleichen Formular oder Dialog, wenn sie nicht die gleiche Funktion
haben.
Der Test
Überprüfen Sie die Software, um
sicherzustellen, daß sie die Anforderungen an die Zugänglichkeit
erfüllt. Es gibt verschiedene Methoden, um zu überprüfen, ob die
Beschriftung zugänglich ist.
- Führen Sie Inspect Objects aus.
Überprüfen Sie, ob die Felder für Name, Funktion und Wert verfügbar
sind, wenn sie die Maus über ein Objekt bewegen. Die Eigenschaft "Name"
ist ein Text, der dazu dient, Objekte für den Benutzer zu bestimmen, zu
finden oder anzuzeigen. Alle Objekte müssen die Eigenschaft "Name"
unterstützen. Der Text auf einer Taste beispielsweise ist ihr Name,
während der Name für ein Listenelement oder Eingabefeld der Text eines
zugeordneten statischen Textelementes ist. Selbst grafische Objekte,
die keinen Namen anzeigen, sollten äquivalente Texte haben, die ihre
Eigenschaft "Name" festlegen. Die Eigenschaft "Funktion" beschreibt,
welche Art von Benutzerschnittstellenelement ein Objekt ist. Alle
Objekte müssen die Eigenschaft "Funktion" unterstützen. Die Eigenschaft
"Wert" zeigt die Informationen an, die das Objekt enthält. Der Wert
eines Eingabefeldes ist beispielsweise der enthaltene Text. Nicht alle
Objekte unterstützen die Eigenschaft "Wert". Für einen Menüpunkt ist
die Eigenschaft "Wert" nicht definiert.
- Führen Sie das Programm mit einem Screenreader aus und überprüfen Sie, ob alle Textstellen im Client-Fenster vorgelesen werden.