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Systemeinstellungen für Schriftart, Größe und Farbe
Software Checkpunkt 4.5
Übernehmen Sie die Systemeinstellungen für Schriftart, Größe und Farbe für alle Steuerelemente der Benutzerschnittstelle.
Die Gründe
Jemand mit einer Sehbeeinträchtigung, der Probleme beim Lesen von
kleiner Schrift hat oder mit Schrift, die einen ungenügenden Kontrast
zum Hintergrund hat, kann Bildschirmeinstellungen nutzen, die das
Betriebsystem bietet, um Informationen auf dem Bildschirm zugänglicher
zu machen. Diese Einstellungen erlauben es dem Benutzer, die
Bildschirmeinstellungen so zu modifizieren, daß das Programm
zugänglicher wird, ohne daß zusätzliche Hard- oder Software angeschafft werden muß. Auf der Windows-Plattform
kann der Benutzer Schriftart, Größe und Farbe seinen spezifischen
Bedürfnissen anpassen. Um diesen Checkpunkt zu erfüllen, muß die
Software die Systemeinstellungen unterstützen, die der Benutzer
definiert hat. Das Programm kann die eigenen Einstellungen für die
Darstellung von Inhalten nutzen. Aber dieser Checkpunkt verlangt, daß
das Programm darüber hinaus eine Option bereitstellt, die es den
Benutzern erlaubt, ihre Systemeinstellungen zur Darstellung von
Informationen zu benutzen.
Die Methoden
Die folgenden Methoden stellen ein Minimum dar, um Checkpunkt 4.5 der Checkliste für Software Zugänglichkeit von IBM zu erfüllen:
- Die meisten Standardbedienschnittstellen von Windows
beachten die Systemeinstellungen für Schriftart, Farbe und Größe.
Jedoch übernehmen einige der Bedienelemente diese Einstellungen nicht.
Um eine Aufstellung der Bedienelemente zu erhalten, die die
Systemeinstellungen in Windows übernehmen,
gehen Sie zur Systemsteuerung und wählen "Anzeige" - "Darstellung" -
"Bildelement". Die Elemente, die unter "Bildelement" aufgelistet sind,
wie Titelleiste, Hintergrund und Menü, übernehmen die
Systemeinstellungen. Elemente, die dort nicht aufgelistet sind, wie
Texte in der Windows Standarddialogbox, übernehmen die
Systemeinstellungen nicht.
- Windows Anwendungen, die ihre eigenen Bildschirmelemente zeichnen,
sollten die Einstellungen benutzen, die der Benutzer in der
Anzeigeeinstellung der Systemsteuerung ausgewählt hat.
Die oben genannten Methoden sind notwendig, die folgenden Methoden werden empfohlen, um die Zugänglichkeit zu erhöhen:
- Stellen Sie eine Vergrößerungsoption im Ansicht-Menü zur
Verfügung, um die flexible Auswahl von vergrößertem Text zu erlauben,
siehe Microsoft Word oder Lotus 123.
Die Größe von Text oder Grafik betrifft die Benutzerfreundlichkeit
genau so, wie die Zugänglichkeit. Viele Menschen, die sich selber nicht
als behindert betrachten, möchten ein Dokument oder einen
Arbeitsbereich in einer vergrößerten Schriftart anschauen, ohne das
aktuelle Dokument oder die Arbeit zu verändern. Für Menschen mit
anerkannten Sehbehinderungen entscheidet die Möglichkeit, den
Arbeitsbereich um 150%, 200% oder mehr zu vergrößern, darüber, ob sie
die Anwendung nutzen können oder nicht. Die überwiegende Mehrheit der
Menschen, die diese Art des Zugangs benötigen, benutzen keine
Bildschirmlupen.
- Vergrößerungsfunktionen skalieren alle Komponenten in einem
Dokument auf ein Benutzer-definiertes Verhältnis. Die Verwendung von TrueType-Schriftarten stellt sicher, daß Schriftzeichen in fast allen Größen klar definiert bleiben.
- Wenn möglich erlauben Sie dem Benutzer eine Entwurfsschriftart und
-größe zu wählen. Der Entwurfsmodus bietet eine Option, den gesamten
Text in einer einheitlichen Schriftart und Größe darzustellen. Benutzen
Sie Unterstreichungen, um Text zu markieren, der speziell formatiert
gezeichnet werden soll, etwa fett oder kursiv. (Der Entwurfsmodus
verbessert auch die Performance auf langsamen Systemen oder bei
Speicherplatzmangel).
- Fenster-Umbruch-Optionen sind bei der Darstellung von
Textdokumenten hilfreich. Wenn der Benutzer diese Option wählt, sollte
die Anwendung den Text nicht so umbrechen, wie er gedruckt wird,
sondern jeden Abschnitt so darstellen, daß er ins Fenster paßt.
Der Test
Überprüfen Sie die Software, um
sicherzustellen, daß sie die Anforderungen an die Zugänglichkeit
erfüllt. Es gibt verschiedene Methoden, um zu überprüfen, ob ein
Programm Schriftart-, Größen- und Farbeinstellungen unterstützt.
- Überprüfen Sie, ob Schriftart und Größeneinstellung von der Software übernommen wird (Windows).
- Öffnen
sie die Systemsteuerung und gehen sie zur Anzeige-Einstellung. Wählen
sie aus der Liste "Schema" auf der Dateikarte "Darstellung" das Schema "Windows-Standard (groß)" aus. Betätigen Sie die "Übernehmen"-Taste, dann die "OK"-Taste.
- Überprüfen Sie, ob das Programm die Bedienelemente der Benutzerschnittstelle nach dem neuen, großen Font-Schema
darstellt. Das beinhaltet Menüs, Titelleisten, Symbole, Fensterrahmen
und Bildlaufleisten. Der Text in den Dialogboxen wird nicht im neuen Font-Schema dargestellt, da dies nicht vom Betriebssystem unterstützt wird.
- Überprüfen Sie, ob die Farbeinstellung von der Software übernommen wird (Windows).
- Öffnen
sie die Systemsteuerung und gehen sie zur Anzeige-Einstellung. Wählen
sie aus der Liste "Farbe" auf der Dateikarte "Darstellung" eine Farbe,
z.B. lila. Betätigen Sie die "Übernehmen"-Taste, dann die "OK"-Taste.
- Überprüfen Sie, ob die Software das neue Farbschema anzeigt. Dies gilt für Menüs, Titelleisten, Symbole, Fensterrahmen und Bildlaufleisten.