Buchtipp:

Abbildung des AbI-Buchs: Barrierefreies Webdesign Das AbI-Handbuch, ein Praxishandbuch für Web-Gestaltung und grafische Programmoberflächen.

Inhalt

Hochschulumfrage 2004

Auf den folgenden Seiten sind die Hintergründe und Ergebnisse, der 2004 durchgeführten Hochschulumfrage, des Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) , zu finden. Diese beschäftigte sich mit dem damaligen Stand der Barrierefreiheit an deutschen Hochschulen. Seit ihrer Auswertung im Jahr 2004 hat sich der Zustand an vielen Hochschulen wesentlich verbessert. Deshalb sind die Ergebnisse nicht mehr repräsentativ für den derzeitigen Stand der Barrierefreiheit. Sie sind eine Momentaufnahme des Zustandes bis zum Jahre 2004. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigten sich die Hochschulen, noch nicht lange mit dem Thema Barrierefreiheit und waren dabei, die neuen Richtlinien des Hochschulrahmengesetzes, von 2002, umzusetzen. Vorwiegend betrafen ihre Bemühungen erst einmal die Infrastruktur und andere Angebote, bevor die Barrierefreiheit ihrer informationstechnischen Angebote, wie zum Beispiel, der Webauftritt, auf den Plan kam. Die Hochschuluntersuchung lieferte dazu einen gewissen Anreiz und kann nun für einen Vergleich mit dem heutigen Stand der Barrierefreiheit, an den Hochschulen, benutzt werden. So kann die Entwicklung dieses Themenbereiches gut nachvollzogen werden.

Im Folgenden finden Sie, die Hintergründe der Untersuchung, eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die einzelnen Ergebnisse in übersichtlichen Diagrammen dargestellt.

Hintergrund

Am 1. Mai 2002 trat das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) in Kraft. Viele Bundesländer haben Gleichstellungsgesetze verabschiedet, um die Belange der Menschen mit Behinderungen in den Bereichen der Länderhoheit zu fördern. Dies hat auch Auswirkungen auf die Hochschulen.

BGG Artikel 28 enthält Änderungen des Hochschulrahmengesetzes (HRG), mit dem Ziel Benachteiligungen behinderter Studierender zu vermeiden und ihre Eigenständigkeit und Chancengleichheit zu fördern. Dies betrifft insbesondere die Barrierefreiheit, die erstmals auch die Informationstechnik umfasst. Mit der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV) hat der Bund Umsetzungsstandards vorgelegt.

Es obliegt der Verantwortung der Hochschulleitungen, diese Gesetze im Sinne der behinderten Studierenden umzusetzen.

Um den derzeitigen Stand der Umsetzung zu erfahren wurde ein Fragebogen entworfen. Die Leitungen der Hochschulen wurden angeschrieben und um Beteiligung bei einer Umfrage über barrierefreie Informationstechnik an den Hochschulen gebeten.

Es wurde darum gebeten, den Fragebogen auszufüllen und bei der Beantwortung weitere Verantwortliche der Hochschule wie Kanzler oder Senatsbeauftragte für die Belange behinderter Studierender in die Beantwortung mit einzubeziehen.

Der ausgefüllte Fragebogen sollte bis spätestens zum 30. April 2004 per Fax an das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) zurückgesendet werden.