Inhalt
Glossar - Teil 2 der Anlage zur Barrierefreien Informationstechnik Verordnung (BITV)
Diese Seite enthält ein Glossar über grundlegende technische Fachbegriffe der Anlage 1 (Teil 1) der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV).
Hinweis zu den Gesetzestexten
Die im Internet abrufbaren Gesetzestexte sind nicht die amtliche Fassung. Diese finden Sie nur im Bundesgesetzblatt.
Die "Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik
nach dem Behindertengleichstellungsgesetz" sowie die dazugehörige Begründung und die Anlagen finden Sie auch auf der
Übersichtsseite über Gesetze und Verordnungen für behinderte Menschen des Bundesministeriums für Gesundheit.
Erläuterungen grundlegender technischer Fachbegriffe
Indexverzeichnis
Wählen Sie den Anfangsbuchstaben des gesuchten Wortes aus dem Alphabet aus:
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Glossar
- Applet
- Kurz für "Application". Meist in der Programmiersprache Java verfasstes, in ein Internetangebot eingefügtes Programm.
- ASCII-Zeichnungen
- "American Standard Code For Information Interchange"; ein Zeichensatz, der es erlaubt numerischen Werten (Bytes)
Zeichen der gebräuchlichen Schriftsprache zuzuordnen. ASCII-Zeichnungen sind Bilder, die durch die Kombination von Zeichen und Symbole des ASCII-Zeichensatzes entstehen (z.B.
Emoticons).
- Assistive Technologien
- Software oder Hardware, die speziell entwickelt wurde, um
behinderten Menschen bei ihren täglichen Aktivitäten zu helfen. Assistive Technologien sind z.B. Rollstühle, Lesegeräte, Geräte zum Greifen usw. Gängige assistive Technologien im Bereich der Vermittlung von Internetinhalten sind Screenreader, Bildschirmlupen, Sprachgeneratoren und Spracheingabe-Software, die in Verbindung mit grafischen Desktop-Browsern (neben anderen Benutzeragenten) eingesetzt werden. Assistive Hardware-Technologien sind u.a. alternative Tastaturen und Zeigegeräte.
- Attributwert
- Befehle in Programmiersprachen können zusätzliche Angaben zur Beschreibung des Befehls in Form von Attributen enthalten. Diese Attribute können durch Wertangaben näher bestimmt werden.
- Ausgabegerät
- Stellt der Nutzerin, dem Nutzer die verarbeiteten Daten zur
Verfügung. Beispiele für Ausgabegeräte sind Monitore, Drucker, Lautsprecher oder Braille-Zeilen.
- Benutzeragent
- Software zum Zugriff auf Internetinhalte; dies umfasst grafische Desktop-Browser, Text-Browser, Sprach-Browser, Mobiltelefone, Multimedia-Player und manche assistive Software-Technologien, die in Verbindung mit Browsern verwendet werden, wie etwa Screenreader, Bildschirmlupen und Spracherkennungssoftware.
- Benutzerschnittstellen
- Ermöglichen Eingaben der Nutzerin, des Nutzers und legen deren Darstellung fest.
- Browser
- Programm, dass den Zugriff auf und die Darstellung von Angeboten im Internet erlaubt.
- Button
- Mittels Grafiken dargestellte Schaltflächen.
- Client, clientseitig
- Software-Programm in Netzwerken, in der Regel auf dem lokalen Computer der Nutzerin, des Nutzers, das von Servern bereitgestellte Dienste in Anspruch nimmt. Clients fordern entweder Daten von Servern an (z.B. Browser) oder versenden Daten an Server (z.B. E-Mail). Clientseitig ist eine Funktionalität dann, wenn sie auf dem Client ausgeführt wird.
- Dynamische Inhalte
- Sammelbegriff für verschiedenartige Mechanismen, Inhalte während ihrer Anzeige dynamisch zu ändern, entweder automatisch oder durch Einwirken der Nutzerin, des Nutzers.
- Eingabegerät
- Ermöglicht die Interaktion mit dem elektronischen Medium. Beispiele für Eingabegeräte sind Tastaturen, Computer-Mäuse, Blindenschriftgeräte, Kopfstäbe oder Mikrophone.
- Event-Handler
- "Ereignis-Behandler", werden meist als Attribute in Befehlen der HTML-Programmiersprache notiert und lösen bei Aktivierung durch die Nutzerin, den Nutzer eine vordefinierte Reaktion, in der Regel ein weiteres Programm (z.B. ein Script), aus.
- Frames
- Definierbare Segmente, die den Anzeigebereich eines Browsers aufteilen. Jedes Anzeigesegment kann eigene Inhalte enthalten.
- GIF
- "Graphics Interchange Format"; ein Dateiformat zur Darstellung von Grafiken. Animierte GIFs enthalten in einer Datei mehrere Grafiken, die nacheinander angezeigt werden und
dadurch den Eindruck von Bewegung vermitteln.
- HTML
- Siehe "Markup-Sprache".
- Hyperlink
- Verweis in einem elektronischen Dokument auf ein beliebiges
Verweisziel. Das Verweisziel kann sich in jeder über den elektronischen Datenaustausch erreichbaren Quelle befinden.
- Imagemaps
- Verweis-sensitive Grafiken; Grafiken, die in Regionen mit
zugeordneten Aktionen unterteilt wurden. Die Betätigung einer aktiven Region löst eine Aktion aus.
- Linearisierte Tabelle
- Ein Verfahren der Tabellendarstellung, bei der die Inhalte der Zellen zu einer Folge von Absätzen werden. Die Absätze erscheinen in derselben Reihenfolge, in der die Zellen im ursprünglichen Dokument definiert sind.
- Markup-Sprache
- "Auszeichnungssprachen"; Kategorie von Programmiersprachen, die z.B. HTML (Hyper Text Markup Language) oder XML (Extensible Markup Language) umfasst. Auszeichnungssprachen basieren auf der in der Internationale Organisation für Normung (ISO)-Norm 8879 festgelegten SGML (Standard Generalized Markup Language).
Sie dienen, in ihren spezifischen Anwendungsgebieten, zur logischen Beschreibung von Inhalten, zum Datenaustausch oder zur Definition weiterer Auszeichnungssprachen.
- Metadaten
- Informationen über die verwendeten Daten oder Inhalte.
- Multimedia
- Die Verbindung mehrerer Medien wie Text, Bild, Ton oder
dreidimensionaler Simulation zu einer geschlossenen elektronischen Präsentation.
- Natürliche Sprache
- Gesprochene, geschriebene, oder durch Zeichen dargestellte Sprachen wie Deutsch, aber auch Gebärdensprache oder Blindenschrift.
- Pop-Ups
- Neu erscheinender Anzeigebereich bzw. Fenster. Durch die Nutzerin, den Nutzer in der Regel nicht zu steuernder Prozess.
- Script
- In einer speziellen Programmiersprache ("Script-Sprache" wie z.B. JavaScript) verfasstes Programm.
- Server, serverseitig
- Softwareprogramm, das auf einem Hostrechner ausgeführt wird und in Netzwerken anderen Rechnern, auf denen Clientsoftware ausgeführt wird, Dienste (z.B. Websites, E-Mail) zur Verfügung stellt. Serverseitig ist eine Funktionalität dann, wenn sie auf dem Server ausgeführt wird.
- Sitemap
- Gesamtübersicht über den Aufbau eines Internetangebots.
- Stylesheet, Stylesheet-Property-Wert
- CSS (Cascading Style Sheets) ist eine
Ergänzungssprache zu HTML, die die Spezifizierung der Präsentation eines Dokumentes ermöglicht. Sie erlaubt das beliebige Formatieren einzelner HTML-Elemente oder das Definieren zentraler Formate in Dokumenten. Property-Werte enthalten Wertzuweisungen für die festgelegten Formate.
- Tabellarische Daten
- Tabellen, die dazu verwendet werden, logische Beziehungen zwischen Daten zu repräsentieren, enthalten tabellarische Daten. Den Gegensatz hierzu bilden Tabellen, die nur der Formatierung bzw. Text- und Bildgestaltung von Dokumenten dienen.
-