Das allgemeine Verständnis der angebotenen Inhalte ist durch angemessene Maßnahmen zu fördern.
Verwenden Sie die einfachste und klarste angemessene Sprache, die für den Inhalt des Dokuments angemessen ist. Dies erleichtert das Textverständnis für Menschen mit kognitiver Behinderung (Dyslexie), jüngeren Menschen sowie Menschen, deren Muttersprache eine andere ist als die Primärsprache des Dokuments.
Vermeiden Sie Slang-Ausdrücke oder Umgangssprache in einem Textdokument. Das wirkt nicht nur unprofessionell und unangemessen, es erschwert auch das Textverständnis für die Menschen, die nicht mit den Ausdrücken vertraut sind.
Präsentieren Sie nur einen Gedanken auf jeder Folie. Unterteilen Sie die Informationen auf einer Präsentationsfolie in handliche, nachvollziehbare Abschnitte. Verteilen Sie klar von einander abgrenzbare Inhalte auf mehrere Folien. Es ist günstiger, mehrere einfache Folien hintereinander zu präsentieren als alle Informationen auf einer komplexen, schwer verständlichen Folie unterzubringen. Auch wenn auf einer Folie noch Raum für weitere Informationen ist, sollten diese besser auf einer neuen Folie präsentiert werden.
Beschränken Sie den Informationsgehalt einer Folie, indem Sie nicht mehr als 15 Worte pro Folie verwenden. Benutzen Sie möglichst nur Schlüsselbegriffe und keine vollständigen Sätze.
Zu jeder Präsentation bzw. allgemein zu jedem Dokument einer Office-Applikation können genaue Angaben zum Inhalt, zum Autor oder Autorin usw. gemacht werden (Metadaten). Diese Angaben tragen zum besseren Verständnis einer Präsentation bei und sollten deshalb auf jeden Fall eingetragen werden.
Nutzen Sie keine Kapitälchen (Beispiel), da diese Schriftgestaltung nur schlecht lesbar ist. Verwenden Sie stattdessen - sofern notwendig - einen Großbuchstaben am Wortanfang mit darauf folgenden Kleinbuchstaben. (Dieser Hinweis bezieht sich vor allem auf solche natürlichen Sprachen, die keine so komplexe Groß-Kleinschreibung kennen wie das Deutsche). Setzen Sie jede Art der Schriftgestaltung sparsam ein. Eine Vergrößerung der Laufweite oder Leerzeichen im Wort sind zu vermeiden. Eine größere Laufweite (Spatium) erschwert für sehbehinderten Menschen die Lesbarkeit eines Textes, bei Leerzeichen im Wort wird dieses von einem Screenreader buchstabiert und nicht als Ganzes vorgelesen.
Vergrößern Sie die Schrift wenn möglich auf mindestens 20 - 24 Punkt. Verwenden Sie einfache, gut erkennbare und serifenlose Schrifttypen wie z. B. Univers, Helvetica, Arial, Tahoma oder Lucida. Einige Hersteller bieten auch Schrifttypen an, die für den Bildschirmeinsatz optimiert wurden.
Stellen Sie den Zeilenabstand auf mindestens 1,5fachen Abstand ein. Bis auf den Titel oder die Überschrift einer Folie sollte kein Absatz zentriert ausgerichtet sein. Verwenden Sie besser linksbündigen Flattersatz, da er die Lesbarkeit für verbessert. Blocksatz streckt oder staucht den Text und erschwert die Lesbarkeit. Zentrierter Satz erschwert sehbehinderten Nutzerinnen und Nutzern sowie Legasthenikern, den Zeilenanfang zu finden, da jede Zeile an einer anderen Position auf der Seite beginnt. Vermeiden Sie außerdem die Worttrennung am Zeilenende.
Zahlen, Adressen, Telefonnummern, Internet- und E-Mail-Adressen sollten angemessen gestaltet werden (siehe Hinweise dazu im Typolexikon). Stellen Sie sicher, dass Internet- und E-Mail-Adressen auch verlinkt sind, wobei externe Links nach Möglichkeit durch ein Symbol oder einen Hinweis zu kennzeichnen sind.