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15 Tipps zur barrierefreien Gestaltung einer Jobbörse

Menschen mit Behinderungen sind auf dem Arbeitsmarkt stark benachteiligt. Etwa jeder vierte Schwerbehinderte im erwerbsfähigen Alter ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos. Dieser Anteil nimmt trotz der derzeit günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt weiter zu.

Bereits bei der Jobsuche stoßen Menschen mit Behinderungen oft auf unüberwindliche Hindernisse. Viele sehbehinderte und blinde Menschen können keine Tageszeitungen lesen. Menschen mit manuell-motorischen Einschränkungen haben Probleme beim Durchblättern von Tageszeitungen. Gehörlose Menschen können keine Gespräche mit einem Standardtelefon führen.
Internet und Online-Jobbörsen verbessern die Chancen von Menschen mit Behinderungen erheblich. Der Computer kann Stellenangebote vorlesen. Online-Jobbörsen lassen sich einfach durchsuchen. Bewerbungen können per E-Mail verschickt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass die Informationen für alle Nutzer zugänglich sind. Inhalte sollten zum Beispiel nicht nur optisch erkennbar sein, sondern für blinde Nutzer vorgelesen werden können. Die Bedienung sollte auch ohne Maus mit der Tastatur oder alternativen Eingabegeräten möglich sein.

Doch nicht nur Arbeitssuchende haben Vorteile durch barrierefreie Jobbörsen. Auch die Stellenanbieter profitieren von leicht zu bedienenden Online-Portalen, die eine reibungslose und kostengünstige Kommunikation mit den Bewerbern ermöglichen.

Betreiber von barrierefreien Online-Jobbörsen können der breiten Öffentlichkeit beweisen, dass sie sich gesellschaftlich engagieren. Eine gute Zugänglichkeit bedeutet aber auch mehr Internet-Besucher. Die Nachfrage nach Anzeigenschaltungen steigt und es können neue Kundenschichten erschlossen werden.

Dieser Leitfaden, der vom Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI-Projekt) erstellt wurde, möchte Betreibern von Online-Jobbörsen konkrete Hinweise geben, wie die Angebote für alle Menschen zugänglich gestaltet werden können.

15 Tipps, die sich an der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) orientieren, gehen auf häufige Barrieren ein.