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Das AbI-Projekt nimmt aktiv am Dialog über die neue UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen teil

31.03.2009

Zur Fachkonferenz "alle inklusive! Die neue UN-Konvention und die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen" lud der Sozialverband VdK Deutschland am 18. März 2009 ins ZDF-Konferenzzentrum nach Mainz ein. Auch das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) beteiligte sich aktiv an der Veranstaltung.

Zum Hintergrund: Nach den Vereinbarungen der Konvention sollen Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt Zugang zu Transportmitteln, Gebäuden und Straßen, zu Information und Kommunikation, Freizeit sowie Kultur erhalten.

Besucht wurde die Fachkonferenz von rund 150 Interessierten. Ihr Ziel war es, verschiedene Aspekte der Barrierefreiheit zu diskutieren, Handlungsfelder sowie derzeit bestehende Probleme zu benennen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Dazu wurden mehrere Arbeitsgruppen angeboten. In einem - der von AbI-Experten geleitet wurde - setzten sich die Teilnehmer mit dem Thema barrierefreie Information und Kommunikation auseinander. Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich intensiv mit den Herausforderungen und Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen in diesem Bereich. Anschließend wurden von den Teilnehmern mehrere Forderungen formuliert. So soll die Öffentlichkeit stärker für das Thema sensibilisiert werden. Geäußert wurde ebenfalls der Wunsch nach einheitlichen Standards, durch die – etwa über Symbole – die barrierefreie Kommunikation erleichtert werden könnte.

Eine weitere Forderung: Ähnlich dem "Gender Mainstreaming sollte Barrierefreiheit im Bewusstsein aller Menschen einen Platz finden. Um dies zu erreichen, wird vorgeschlagen, Barrierefreiheit unter anderem zum thematischen Gegenstand von Ausbildung und Studium zu machen. Geäußert wurde darüber hinaus der Vorschlag, eine bundesweite Clearing-Stelle, also Schlichtungsstelle, zu schaffen. Die könnte Beschwerden von Betroffenen an die zuständigen Stellen weitergeben und zugleich die in der UN-Konvention vereinbarte Monitoring-, also Kontroll- und Beobachtungsfunktion, erfüllen.

Eröffnet wurde die Konferenz von VdK-Präsidentin Ulrike Mascher, der Bundesbehindertenbeauftragten Karin Evers-Meyer und der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Malu Dreyer. Die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen ist in Deutschland ab dem 26. März 2009 rechtsverbindlich.